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Jahrbuch 2025: Nach der Befreiung

DÖW-Jahrbuch 2025: Nach der Befreiung

 

 


Hrsg. von Christine Schindler im Auftrag des DÖW

 

372 Seiten

 

Preis: EUR 24,95

Jänner 2026


Berlin: De Gruyter 2026 [= Jahrbuch des DÖW, hrsg. v. Andreas Kranebitter u. Christine Schindler]
ISBN 9783111644080


https://doi.org/10.1515/9783111644080

 


 

 

Im Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Sieben Jahre nach dem „Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich wurde Wien im April 1945 befreit, das KZ Mauthausen am 5. Mai. Das Jahrbuch des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes 2025 geht entlang verschiedener Ereignisse und Schicksale der Aufarbeitung der NS-Zeit im besetzten Österreich nach. Es handelt von den innen- und außenpolitischen Einflüssen auf Entnazifizierung und Opferfürsorge ebenso wie von der Identifizierung der Opfer des Massakers im Zuchthaus Stein an der Donau in den letzten Kriegstagen, es beschreibt die Unrechtsjustiz am Sondergerichtshof Marburg an der Drau und ihre juristische Aufarbeitung nach dem Krieg sowie den Prozess im Jahr 1987 gegen Klaus Barbie, den Gestapo-Leiter von Lyon. Das Buch beleuchtet ein privates Fotoalbum aus der besetzten Ukraine und die Schicksale der Wiener*innen Egon Berliner, Ruth Maier, Jura Soyfer und Friedrich Vogl. Holocaust, Widerstand und Mitläufertum sind ebenso Themen wie aktuelle rechtsextreme Geschichtsverständnisse und Feindbilder der extremen Rechten in der Corona-Pandemie. Dank der Suche nach Fakten und Dokumenten sowie der Arbeit mit persönlichen Zeugnissen und Erinnerungen bietet „Nach der Befreiung" eine integrierte kritische Geschichtsbetrachtung.

Das Jahrbuch erscheint seit 2023 im DeGruyter-Verlag und ist parallel zur Print-Ausgabe auch im Open Access verfügbar. Ein Peer-Review-Committee prüft die Beiträge.

 

 

Inhalt


Christine Schindler
Vorwort

Abkürzungsverzeichnis


ARTIKEL

Brigitte Bailer
Folgen der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich – Rückstellungen,
Opferfürsorge und die Entnazifizierung bis 1955. Überblick und Ausblick


Karl Reder/Robert Streibel
„Über das Schicksal des Genannten ist h.a. nichts bekannt.“ Die hürdenreiche
Identifizierung von Opfern des nationalsozialistischen Justizsystems am
Beispiel des Zuchthauses Stein an der Donau


Heimo Halbrainer
Die vergessenen Verbrechen der NS-Justiz am Beispiel des
Sondergerichtshofs für politische Straftaten in der Untersteiermark


Nicole-Melanie Goll/Philipp Schwarz
Egon Berliner: ein jüdischer Emigrant im Dienst der SOE zwischen NS-
Verbrechen, juristischer Aufarbeitung und Erinnerung


Annika Padoan
Gedächtnisse im Konflikt. Die Erinnerung an Holocaust und
Kolonialverbrechen im Prozess gegen Klaus Barbie, 1987


DEBATTE


Andreas Kranebitter
Rechtsextreme Geschichtsverständnisse


Bernhard Weidinger
Frühlingsgefühle und Schulterschluss am rechten Rand: Corona-Pandemie
und extreme Rechte in Österreich

DOKUMENTATION


Christian Fleck
Jura Soyfers Unterredung mit Otto Bauer. Drei Dokumente


Michael Achenbach
„Es gibt keine freie Ukraine.“ Ein Fotodokument zur wirtschaftlichen
Ausbeutung der Ukraine 1941–1944


Manfred Mugrauer
Friedrich Vogl (1897–1978). Eine biografische Skizze über den ersten Archivar
des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes


Winfried R. Garscha
Die „Heimholung“ von Ruth Maier (1920–1942)


Christine Schindler
Wissenschaft für die Demokratie. Tätigkeitsbericht des
Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes 2024


Autor*innen


Personenregister

 

 

 

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