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Archiv

Polizei- und Justizakten zu Widerstand und Verfolgung 1934 - 1938 und 1938 - 1945, Strafverfahren gegen NS-Täter 1945 - 1955, Nachlässe und andere persönliche Dokumente

 

Wissenschaftliche Forschungsprojekte sowie Schenkungen (Nachlässe) bilden die Hauptquellen für die Erweiterung des Archivs des DÖW, das zum Großteil aus (meist auszugsweisen) Kopien – seit mehreren Jahren auch in Form von Digitalisaten (Scans und elektronischen Fotografien) – aus in- und ausländischen Archiven und Privatsammlungen besteht. Rund ein Viertel der im DÖW verwahrten Dokumente sind Originale aus der Zeit vor 1945 bzw. der unmittelbaren Nachkriegszeit; die meisten dieser Originale sind Unikate, die aus konservatorischen Gründen nur in Form von Kopien an ArchivbesucherInnen ausgegeben werden.

 

Schwerpunkte des Aktenbestandes des DÖW waren von Anfang an – neben Nachlässen und anderen persönlichen Dokumenten – Polizei- und Justizakten sowie sonstige Behördendokumente zu Widerstand und Verfolgung während der Zeit der NS-Herrschaft, in geringerem Ausmaß auch aus den Jahren 1934 bis 1938, und ab den späten 1970er-Jahren Akten der Strafverfahren gegen NS-Täter vor den Volksgerichten 1945–1955.

 

Die Spezialisierung auf Verfolgung, Widerstand, Exil und Umgang mit dem Nationalsozialismus nach 1945 ermöglicht dem DÖW eine wesentlich tiefere Erschließung der verwahrten Dokumente als dies staatlichen Archiven in der Regel möglich ist. Seit 25 Jahren erfolgt diese Erschließung elektronisch. Die Suche in den Beständen ist als Volltextabfrage oder gezielt nach Namen möglich, für die rund 20.000 Kuverts des Altbestands steht ein Zettelkatalog zur Verfügung. Dank der Mithilfe ehrenamtlicher MitarbeiterInnen konnte der Altbestand zu mittlerweile mehr als drei Vierteln elektronisch ausgewertet werden.

 

Ein bedeutender Quellenbestand sind die in den 1960er-Jahren vom Bundesministerium für Inneres dem DÖW übergebenen Personalakten der Landesorganisation Wien des einheitlichen überparteilichen KZ-Verbands 1946–1948, der allerdings aus konservatorischen Gründen für die Benützung gesperrt werden musste. Im Zuge der namentlichen Erfassung der Opfer der politischen Verfolgung 1938–1945 erfolgte eine Tiefenerschließung des Bestands, die im BesucherInnenraum des DÖW abgefragt werden kann. Mit dieser Abfrage werden im Lauf des Jahres 2013 auch Scans der 15.000 Originalakten abgerufen werden können, die im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts des DÖW mit dem US Holocaust Memorial Museum Washington angefertigt wurden.

 

Spezialsammlungen

 

 

 

Blick in den Archivspeicher (Foto: DÖW)

 

Aus konservatorischen Gründen dürfen Teile der Bestände (insbesondere aus dem Bereich Exil) nicht kopiert werden. Mitnahme eines Fotoapparats wird empfohlen!

 

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 9 bis 17 Uhr, Freitag geschlossen

 

Kontakt:
Dr. Winfried R. Garscha, e-mail | T +43 1 22 89 469 - 315
Dr. Ursula Schwarz, e-mail | T +43 1 22 89 469 - 326

 

Downloads

Winfried R. Garscha
(1,0 MB)
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