Vortrag, 25. November 2026
Antisemitismus geht im völkischen Denken nicht selten mit einem romantisierenden Naturglauben, Verschwörungsfantasien und esoterischen Weltdeutungen einher. Der Vortrag von Isolde Vogel in der Gedenkdienst-Reihe „Geh denken!“ widmet sich den historischen wie auch inhaltlichen Kontinuitäten vom Glauben an eine „natürliche Lebensweise“ und das Recht des Stärkeren, Wissenschafts- und Impfablehnung, Volkskörperkult, Naturheilkunde und nicht zuletzt Antisemitismus.
Historisch und ideologiekritisch sollen diese Phänomen in das ambivalente Verhältnis zur modernen Gesellschaft eingebettet und Ansätze zur Erklärung eines antisemitisch und völkisch begründeten Naturglaubens präsentiert werden. Die ideologiekritische Einordnung offenbart dabei nicht nur historische Zusammenhänge, sondern fordert auch eine kritische Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Formen reaktionären und anti-aufklärerischen Naturglaubens.
Neben der Analyse ideengeschichtlicher Parallelen von der völkischen Bewegung und dem Nationalsozialismus bis hin zu aktuellen Angeboten der extremen Rechten, geht es im Vortrag daher um die Argumentationsmuster und Motive, mit denen Jüd*innen als „künstlich“ und die völkische Gemeinschaft wiederum als „natürlich“ begriffen wird.
Vortrag „Antisemitismus, Naturglaube und Verschwörungsfantasien im Rechtsextremismus“
am 25. November 2026
um 19.00 Uhr
im Depot (Breite Gasse 3, 1070 Wien)
Freier Eintritt
Der Vortrag ist Teil des Gedenkdienst-Themenschwerpunkts 2026/27: Verschränkungen von Esoterik und dem Naturbegriff mit Nationalsozialismus und Rechtsextremismus, die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Depot statt.



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