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Krauhs Robert


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Robert Krauhs
Foto: Wiener Stadt- und Landesarchiv

Vorname
Robert
Nachname
Krauhs
Geburtstag
18.01.1900
Wohnort
Wien

Der Vertreter Robert Krauhs wurde am 28. 4. 1940 wegen "Vergehens nach dem Heimtückegesetz" (abfällige Äußerung über Hitler) von der Gestapo erkennungsdienstlich erfasst und staatspolizeilich "strenge verwarnt". Am 9. 11. 1944 wurde er wegen "Wehrkraftzersetzung" angeklagt, er befand sich vom 1. 10. 1944 bis 6. 4. 1945 in Haft.

Aus der Anklageschrift des Generalstaatsanwalts Wien, 9. 11. 1944:
"Der Angeschuldigte sprach am 18. September 1944 im Café Westbahnhof in Wien mit [...] über den letzten Terrorangriff auf Wien (10. September 1944). Dabei sagte er: '[...] Wenn Fliegeralarm gegeben wird, fahren Schirach und Himmler, diese Verbrecher, mit den Kraftwagen mit hoher Geschwindigkeit hinaus in den Bunker, der 25 m tief ist. Eine Frau wollte mit ihrem Kinde in den Bunker und wurde nicht eingelassen. Goebbels hat bekannt gegeben, dass wir bis zum letzten Mann, bis zur letzten Frau und dem letzten Kind kämpfen, aber Goebbels wird seine Kinder nicht opfern, der wird sie frühzeitig in Sicherheit bringen. [...]' Im Verlaufe dieser Äußerung gebrauchte Krauhs zwischendurch öfters den Ausdruck 'Verbrecher'."

Überlebt

Quelle: Gestapo-Opfer (Individuelle Widerständigkeit)

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