
Kozanek Rosa
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Foto: Wiener Stadt- und Landesarchiv
Vorname
Rosa
Nachname
Kozanek
Geburtstag
08.08.1881
Wohnort
Wien
Die Kaffeehauskassierin Rosa Kozanek wurde am 24. 5. 1940 wegen Verdachts der "staatsfeindlichen Betätigung" von der Gestapo Wien erkennungsdienstlich erfasst und am 6. 9. 1940 wegen "Vergehens nach dem Heimtückegesetz" zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt.
Aus dem Urteil des Landgerichts Wien als Sondergericht, 6. 9. 1940:
"Vor dem Umbruch christlichsozial und klerikal eingestellt, trat sie nach dem Umbruch dem NS-Frauenwerk bei und gilt bei Sammlungen als gebefreudig, scheint aber immer noch unter der Beeinflussung durch Kreise des politischen Katholizismus zu stehen. [...]
Am 2. 11. 1939 machte die Angeklagte in dem Lebensmittelgeschäft [...] im Zuge einer politischen Debatte nachstehende Bemerkungen:
'Man kann keine Zeitung lesen, es steht nichts Wahres drinnen, der Führer kann sich nicht halten. Bis zu Weihnachten werden wahrscheinlich die Kommunisten kommen und dann wir. Gott sei Dank, dass es nicht mehr lange dauert. Österreich bracht sich nicht zu fürchten, dass eine Bombe herunterfällt, weil die Polen und die anderen genau wissen, dass wir eingesteckt worden sind. Der Auslandssender hat gebracht, dass die Soldaten nichts zu essen haben. [...] 1 Jahr kann der Führer noch bleiben. Die fetten 7 Jahre sind bald voll, dann kommen die 7 mageren Jahre.'"
Aus dem Urteil des Landgerichts Wien als Sondergericht, 6. 9. 1940:
"Vor dem Umbruch christlichsozial und klerikal eingestellt, trat sie nach dem Umbruch dem NS-Frauenwerk bei und gilt bei Sammlungen als gebefreudig, scheint aber immer noch unter der Beeinflussung durch Kreise des politischen Katholizismus zu stehen. [...]
Am 2. 11. 1939 machte die Angeklagte in dem Lebensmittelgeschäft [...] im Zuge einer politischen Debatte nachstehende Bemerkungen:
'Man kann keine Zeitung lesen, es steht nichts Wahres drinnen, der Führer kann sich nicht halten. Bis zu Weihnachten werden wahrscheinlich die Kommunisten kommen und dann wir. Gott sei Dank, dass es nicht mehr lange dauert. Österreich bracht sich nicht zu fürchten, dass eine Bombe herunterfällt, weil die Polen und die anderen genau wissen, dass wir eingesteckt worden sind. Der Auslandssender hat gebracht, dass die Soldaten nichts zu essen haben. [...] 1 Jahr kann der Führer noch bleiben. Die fetten 7 Jahre sind bald voll, dann kommen die 7 mageren Jahre.'"
Weiteres Schicksal unbekannt
Quelle: Gestapo-Opfer (Individuelle Widerständigkeit)
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