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Machek Adolf


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Adolf Machek
Foto: Wiener Stadt- und Landesarchiv

Vorname
Adolf
Nachname
Machek
Geburtstag
23.06.1895
Wohnort
Wien

Adolf Machek, Oberaufseher im Wiener Schlachthaus, wurde am 1. 12. 1943 wegen "Wehrkraftzersetzung" zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt und befand sich vom 17. 8. 1943 bis Kriegsende in Haft.

Aus dem Urteil des Oberlandesgerichts Wien, 1. 12. 1943:
"Sie [die Zeugin] habe sich furchtbar aufgeregt. Besonders darüber, dass er gesagt habe, wir hätten den Krieg schon verloren und nichts mehr zu gewinnen. Sie sei so verzweifelt gewesen und in solcher Angst um ihre kleinen Kinder, dass sie sich selbst und diese habe umbringen wollen, was sie auch bestimmt tun werde, falls es den Bolschewiken wirklich gelänge, hierher zu kommen.
Wenn sie nicht überzeugt gewesen wäre, dass der Angeklagte seine Äußerungen 'böse gemeint habe', so hätte sie gar keine Anzeige erstattet. Sie habe ursprünglich auch gar nicht die Absicht gehabt, eine Anzeige zu erstatten, aber einer Bekannten [...] sei ihr verstörtes Wesen aufgefallen, warum sie denn so verstört sei, und da habe sie ihr in dem Wäschegeschäft einiges erzählt. Ein SS-Mann habe dies gehört und ihr erklärt, sie müsse unbedingt die Anzeige erstatten, es handle sich da sicher um einen Fall des Abhörens feindlicher Rundfunksendungen."

Überlebt

Quelle: Gestapo-Opfer (Individuelle Widerständigkeit)

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