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Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
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Kolar Johann


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Johann Kolar
Foto: Wiener Stadt- und Landesarchiv

Vorname
Johann
Nachname
Kolar
Geburtstag
21.09.1905
Wohnort
Mödling (NÖ)

Der Hilfsarbeiter Johann Kolar wurde am 6. 9. 1942 wegen Verdachts der "Sabotage" festgenommen. Er wurde am 11. 1. 1943 gemeinsam mit Leopold Harant (geb. 20. 9. 1904, Hilfsarbeiter) wegen "Störung eines wichtigen Betriebs" angeklagt.

Aus der Anklageschrift des Oberstaatsanwalts beim Landgericht Wien als Sondergericht:
"Beide Beschuldigte arbeiten, wie bereits erwähnt, als Hilfsarbeiter in der Brunner Fabrik der Ostdeutschen Glaswerke AG. Seit 1942 traten gerade bei den von ihnen bedienten Maschinen während ihrer Arbeitszeit immer wieder Störungen auf, deren Anlässe unklar waren, während solche Störungen bei anderen Arbeitern fast überhaupt nicht, wenn aber, so unter unverdächtigen Umständen vorkamen.
Im Verlaufe von Erhebungen, die anlässlich eines ungeklärt gebliebenen gegen die ganze Fabrik gerichteten Sabotageaktes durchgeführt wurden, ergab sich, dass der Beschuldigte Harant etwa 21-mal und Kolar 9-mal ihre Maschinen durch Hineinwerfen von Glasscherben bzw. durch Hochheben der Bürsten jeweils mehrere Stunden außer Tätigkeit gesetzt hatten.
Dass die Beschuldigten durch ihr Vorgehen das ordnungsmäßige Arbeiten dieses Betriebes stören, war ihnen, zwei kommunistisch eingestellten Staatsfeinden, zweifellos bewusst."

Weiteres Schicksal unbekannt

Quelle: Gestapo-Opfer (Individuelle Widerständigkeit)

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