Ursula Schwarz erinnert sich an unsere langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin Valerie Subik, die am 10. April 2026 im 80. Lebensjahr verstorben ist.
„Jetzt gibst mir schon wieder so eine lange Liste, jetzt mag ich dich gar nicht mehr.“ Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz in den letzten mehr als 20 Jahren gehört habe. Gesagt hat ihn immer Vali Subik, die im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes ehrenamtlich tätig war.
Wenn sie nicht gerade am Empfang aushalf, hatte ich das Glück, Vali ganz in der Nähe zu haben. Denn sie unterstützte die Archivarbeit, indem sie Akten Personen zuordnete. Diese Arbeit erledigte sie stets akribisch, nur manchmal knirschte sie die Zähne, wenn ich ihr wieder einmal eine lange Liste vorgelegt hatte. Wenn in passenden oder unpassenden Momenten ein Handy klingelte, war schwer zu verbergen, um wessen Telefon es sich handelte – denn ihres läutete in der Melodie der „Internationalen“.
Valis saloppe, manchmal ruppige Art war gepaart mit einem sehr trockenen stets zutreffenden Humor – all das machte sie so liebenswert. Man konnte mit ihr über Gott und die Welt reden, über Kultur und Politik, aber auch das Wetter, das für den nächsten Ausflug zum Schwammerlsuchen so entscheidend war. Vali verfügte über eine tief gefestigte antifaschistische Grundhaltung und über eine Energie und Freundlichkeit, die für uns alle ansteckend war.
Wir werden sie sehr vermissen!
Ursula Schwarz

Valerie Subik
(8. September 1946 – 10. April 2026)
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