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Vom Burgenland nach Südafrika

Neues von ganz rechts - November 2001

Der burgenländische Neonazi Wilhelm Christian Anderle, vormaliger Aktivist im Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ), entzog sich 1995 der Verhaftung durch Flucht ins Ausland. Anderle, von seinem ehemaligen Lehrer Karl Schweitzer für die freiheitliche Sache angeworben, geriet im Zuge der Ermittlungen zu dem rassistisch motivierten Mordanschlag in Oberwart ins Visier der Terrorfahnder. Diese konnten dabei eine andere Straftat mit rechtsextremen Hintergrund aufklären: Anderle entpuppte sich nämlich als mutmaßlicher Friedhofsschänder. Anfang November 1992 soll er gemeinsam mit Wolfgang T. (dieser hat dafür eine Haftstrafe von vier Jahren bereits abgebüßt) den jüdischen Friedhof in Eisenstadt verwüstet haben. Auf die Grabsteine sprühten sie Parolen wie "Sieg Haider", und in ihrem Bekennerschreiben bekundeten sie, dass sie mit dieser Tat ihrem "Vorbild Jörg Haider" einen "arischen Gruß" zukommen lassen wollten.

Nun tauchte Anderle in Südafrika auf, von wo aus er eine eigene (englischsprachige) Homepage betreut. Auf dieser finden sich vor allem Berichte über die "Verfolgung" österreichischer Neonazis und rassistische Texte.

 

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