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"Aula" zwischen Euphorie und Trübsinn

Neues von ganz rechts - Mai 2005

Das rechtsextreme "freiheitliche Magazin" aus Graz titelt in der Mai-Ausgabe stolz mit "Der deutsche Papst. Vom Aula-Autor zum Heiligen Vater". Im Editorial klärt man diesen doch etwas seltsam anmutenden Sachverhalt auf: "Ein Deutscher wird nach fast einem halben Jahrtausend wieder Oberhaupt aller Katholiken in der Welt - und dieser ist dazu noch ein Aula-Autor, veröffentlichte er doch im Jahre 1998 im Sammelband des Aula-Verlages '1848 - Erbe und Auftrag' einen 17-seitigen Aufsatz zum Thema 'Freiheit und Wahrheit', in dem er mit der Demokratie hart ins Gericht geht." (Aula 5/2005, S. 5) (Aula-Publikation "1848 - Erbe und Neubeginn" »)

Der jämmerliche Zustand des "Dritten Lagers" nach der BZÖ-Abspaltung bietet demgegenüber weniger Anlass zum Jubeln. Otto Scrinzi befasst sich jedoch nur sehr oberflächlich mit der Krise in seinem Milieu: Haider wird als "williges (oder genötigtes?) Werkzeug" in den Händen von "Drahtzieher[n]" (ebenda, S. 6) bezeichnet. Aber auch die Rest-FPÖ, die sich von Bundesrat John Gudenus nach dessen Aussagen zu den Gaskammern distanzierte, kommt deswegen nicht allzu gut weg: "Wenn aber die neue FPÖ beim ersten antifaschistischen Keulenschwung zeitgeistig in die Knie geht, fällt ein erster Schatten auf unseren Überlebenskampf." (Ebenda)

Daneben findet sich in dieser Ausgabe der Aula ein Interview mit Hofrat Hermann Winkler, der als "mahnende Stimme gegen Asylbetrug" (ebenda, S. 10) vorgestellt wird. Winkler, stellvertretender Leiter der Außenstelle Salzburg im Bundesasylamt, hat unlängst ein Buch mit dem Titel Asylconnection veröffentlicht, welches auch die Aula zum Verkauf anbietet. Im Interview spricht Winkler u. a. von der "Unterwanderung durch fremde Kulturen". (Ebenda)

 

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