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Anti-Antifa mit (unfreiwilliger) Behördenhilfe (Alpen-Donau.info)

Neues von ganz rechts - August 2014

Für öffentliches Aufsehen sorgte ein auf der Neonazi-Site Alpen-Donau.info (Alpen-Donau wieder online ») publizierter Bericht des Innenministeriums, der an die Staatsanwaltschaft Wien übermittelt worden war. Dabei handelt es sich um einen "Anfalls-Bericht" über die von Richard Pfingstl betriebene neue Webseite. In diesem behördlichen Schreiben finden sich auch E-Mails samt Namen, Adressen und Telefonnummern der Absender, die die NS-"Meldestelle" des Innenministeriums auf die neue Alpen-Donau-Homepage aufmerksam mache wollten. Nun "bedankt" sich Alpen-Donau bei den "treuesten Fans" vom Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung und den "echten Pfundskerle[n], die sich im Denunziantentum üben" (gemeint sind die Absender der E-Mails an die NS-"Meldestelle"). Auch freut man sich, dass man seitens der Justiz "bereit [war], uns die anderen Melder vorzulegen. Auf Anfrage bekommt ihr die Daten der Meldungsleger. Ansonsten freuen sich bestimmt auch die beiden Pfundskerle auf Fanpost ..." Dieser zynischen Aufforderung an Neonazis kommt angesichts des gewalttätigen Potentials in dieser Szene unbedingt Drohungscharakter zu.

 

Am 5. August berichtete auch die Neonazi-Site freies-oesterreich über die Affäre: Hier freut man sich darüber, dass die "widerlichen Schnüffeldienste" von "Denunzianten" und "lichtscheue[n] Gutmenschen" aufgeflogen seien. Weil ein Großteil der Ermittlungen nach dem Verbotsgesetz ursächlich den "Denunzianten" zuzuschreiben seien, wollen die Neonazis diese nun "vor den Vorhang" bitten. Nachdem schon auf Alpen-Donau.info gedroht wurde, weitere via Staatsanwaltschaft erhaltene Daten von MelderInnen der Seite zu veröffentlichen, ruft freies-oesterreich nun die "Kameraden" auf, "ihre Gerichtsakten noch einmal zu durchstöbern und uns ihre persönlichen Denunzianten zu melden". Auch hier wird diesen dann mit "Fanpost" gedroht.

 

 

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