Am Morzinplatz befand sich von 1873 bis 1938 das Hotel „Métropole“, das nach dem „Anschluss“ Österreichs 1938 beschlagnahmt und von der Gestapo Wien als Leitstelle und Gefängnis genutzt wurde. Über den ehemaligen Lieferant*inneneingang in der Salztorgasse 6 wurden Verhaftete zu Verhören gebracht. Diese waren häufig mit grausamen Folterungen, Inhaftierungen und Einweisungen in Konzentrationslager verbunden. Kurz vor Kriegsende wurde das Gebäude durch Bombenangriffe nahezu vollständig zerstört. 1968 entstand an dessen Stelle ein moderner Zweckbau, 2011 wurde der Gedenkraum saniert und neu eröffnet.
Die Ausstellung informiert über die Organisation und Methoden der Gestapo, stellt einzelne Widerstandskämpfer*innen und ihre Biografien vor und bettet den historischen Ort in einen erinnerungskulturellen Kontext ein.
Führungen
Wir bieten Führungen ausschließlich in Kombination mit einem Besuch der Ausstellung zur Geschichte des Nationalsozialismus (Wipplingerstraße 6–8, 1010 Wien) an.
• Dauer: 90 Minuten
• Maximale Teilnehmer*innenzahl: 15 Personen
• Zielgruppen: für alle Altersgruppen, empfohlen ab der achten Schulstufe
• Sprachen: Deutsch und Englisch, auf Wunsch in leicht verständlicher Sprache (deutsch)
• Treffpunkt: Die Führung beginnt in der Ausstellung des DÖW zur Geschichte des Nationalsozialismus (Wipplingerstraße 6–8, 1010 Wien), in der die Kulturvermittler*innen die Gruppen empfangen. Dort findet eine Einführung statt, ehe die Gruppe gemeinsam in die Salztorgasse geht.
• Kosten: 150 Euro.
Kostenfreie Führungen von Gruppen von Schüler*innen bis 19 Jahren im Klassenverband, Lehrlingen, Zivil- und Präsenzdienern sowie Personen in Grund- und Basisbildung
Hier finden Sie alle Informationen zu Anmeldung & Kosten.
Das erwartet Sie bei einer Führung
Im Mittelpunkt der Führung steht die Geschichte der Gestapo-Leitstelle nach dem „Anschluss“ 1938. Sie beleuchtet Arbeitsweise, Organisation und Methoden der Geheimen Staatspolizei sowie die systematische Verfolgung von politischen Gegner*innen, Jüd*innen und anderen Gruppen. Thematisiert werden ausgewählte Opferbiografien, die Verhaftungs- und Deportationspraxis, aber auch Formen des Widerstandes. Abschließend wird die heutige Bedeutung des Orts als Erinnerungs- und Gedenkstätte reflektiert. Auf Wunsch ist ein Besuch des nahegelegenen Gedenksteins am Morzinplatz möglich.
Vermittlungs- und Lernziele
Teilnehmer*innen erwerben durch den Besuch der Ausstellungsführung
• Kenntnisse über das Hotel Metropole, die Funktionen der Gestapo-Leitstelle Wien und die Bedeutung des historischen Orts
• Kenntnisse über widerständiger Personen und deren Umgang mit der Gestapo
• eine Einführung in erinnerungskulturelle Narrative und ihre Unterschiede
Wir bitten Lehrpersonen für die Arbeit mit Schulklassen und jungen Erwachsenen, die Gedenkstätte nur mit Klassen mit Vorwissen zum Thema Nationalsozialismus zu besuchen.
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