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Smodics, Ferdinand

Österreichische Stalin-Opfer (bis 1945)

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Name russisch: Смодич Фердинанд

Geboren: 19.10.1906, St. Pölten (NÖ)

Beruf: Bergmann

Letzter Wohnort in Österreich: Grünbach (NÖ)

Ankunft in Russland/Sowjetunion: 05.06.1933

Wohnorte in der Sowjetunion: Donbass-Gebiet, Engels (Wolgadeutsche Republik)

Verhaftet: 05.02.1938, Engels

Anklage: Mitgliedschaft in einer faschistischen Organisation

Urteil: 26.05.1938, Sonderberatung (OSO), Tod durch Erschießen

Emigrationsmotiv: KP-Emigration

Schicksal: erschossen

 

Ferdinand Smodics wurde 1906 in St. Pölten geboren. Er arbeitete im Kohlebergwerk in Grünbach am Schneeberg und trat dort 1922 der SAJ bei, gründete aber zwei Jahre später eine Ortsgruppe des KJV und trat am 18. Juni 1924 in die KPÖ ein. Im Mai 1933 wurde er wegen Hochverrats verhaftet.

 

Nach der Entlassung aus der Haft reiste er mit Zustimmung der KPÖ in die Ukraine, wo er im Donbass-Gebiet Arbeit als Bergmann fand. Unter dem Namen Karl Bauer besuchte er 1934 bis 1936 einen Kurs an der Komintern-Kaderschmiede KUNMZ (Коммунистический университет национальных меньшинств Запада имени Мархлевского). Ende 1936 wurde er mit einer Gruppe deutschsprachiger KUNMZ-Absolventen der VKP (b) in die Deutsche Wolgarepublik zur Arbeit kommandiert.

 

Am 5. Februar 1938 wurde Ferdinand Smodics in Engels verhaftet und am 26. Mai 1938 wegen Mitgliedschaft in einer faschistischen Organisation zum Tod durch Erschießen verurteilt.

 

 

Quelle: RGASPI, GARF, DÖW

 

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