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Feindbild Islam und Multikultur

Neues von ganz rechts - September 2001

Zur Zeit vollzog nach den Anschlägen in den USA einen Schwenk: Bezog man zuvor im Nahostkonflikt eher pro-islamistische und -arabische Positionen, so besinnt man sich nun des alten Feindbildes Islam. Das Ressentiment kleidet sich dabei in Humor oder was die Zur Zeit-Macher dafür halten: Unter einer diskriminierenden Karikatur steht der Spruch "Durch Terror pur verifiziert sich des Islam Natur". (Zur Zeit 38/2001, S. 10) Im Gegensatz zum antizionistischen Flügel wird hier nicht Israel oder der US-Imperialismus für die Anschläge verantwortlich gemacht, sondern die multikulturelle Gesellschaft, die "auch potentiellen Terroristen Schutz" biete. (Ebenda, S. 20) In einem Interview kommt diese Gewissheit noch als Frage daher: "Also gibt es offenbar einen Zusammenhang zwischen den Terrorakten und der Einwanderungspolitik?" (Ebenda, S. 4)

Auch die Kärntner Nachrichten, das offizielle Organ der FPÖ-Kärnten, schlagen in diese Kerbe: "Gleichzeitig hat der Westen entschieden, das multikulturelle Experiment zu wagen und im Rahmen einer völlig außer Rand und Band geratenen Einwanderungspolitik die Grenzen für alles und jedermann zu öffnen. Durch die weit offenen Türen sind auch jene zu uns gelangt, die mit verbrecherischen Aufträgen ausgestattet heute als 'schlafende Zellen' des Terrors bezeichnet werden. [...] Die Antwort auf das multikulturelle Experiment ist der Krieg. Es ist somit gescheitert." (KN 38/2001, S. 1)

 

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