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FPÖ und Neonazismus auf facebook

Neues von ganz rechts - August 2013

Wie das Wochenmagazin News (22. 8. 2013) berichtet, wurden in einer geschlossenen facebook-Gruppe mit den Namen "Wir stehen zur FPÖ" Postings veröffentlicht, in denen offen Hitler verehrt, Muslime mit Mord bedroht und Juden wüst beschimpft wurden. Unter den ca. 150 Mitgliedern sollen sich zahlreiche FPÖ-Funktionäre vom Bundesparteiobmann-Stellvertreter Johann Gudenus über zahlreiche Nationalrats- und Landtagsabgeordnete bis hin zu einfachen FPÖ-Mitgliedern befunden haben. Strache bzw. einer seiner Mitarbeiter habe zudem am 20. 7. 2012 auf der seiner facebook-Seite zu dieser Gruppe folgendes geschrieben: "Engagierte Unterstützer unserer Gemeinschaft haben diese Gruppe auf die Beine gestellt. Finde ich toll!"

 

Auf der pro-freiheitlichen facebook-Seite sind laut News unter anderem folgende Kommentare veröffentlicht worden: "Der ganze Muslime-Scheißhaufen gehört mit Benzin übergossen und angezündet, die Benzinkosten übernimm selbstverständlich ich." "Diese Kameldreckfresser gehören ALLE ausradiert, ohne Ausnahme!" "Ein echtes rotes Schwein und der gehört ins Grab hinein." Im Hinblick auf den deutschen SPD-Chef Sigmar Gabriel hat ein Gruppenadministrator gefragt, ob jemand "einen Scharfschützen" kenne: "Der könnte viel Arbeit bekommen."

 

Laut News haben sich neben Gudenus der Grazer Stadtrat Mario Eustacchio und der Wiener Landtagsabgeordnete Udo Guggenbichler nach den Enthüllungen von dieser Seite umgehend distanziert. Gudenus nannte die Postings "widerwärtig" und kündigte an, sofort aus der Gruppe auszutreten. Von News mit diesen  Fakten konfrontiert, hat eine Gruppenadministratorin (Andrea Kellner, FPÖ-Gemeinderätin in Bad Fischau) gemeint, sie distanziere sich "von gar nix". Der auf Straches facebook-Seite am 20. 7. 2012 gepostete zustimmende Kommentar zu "Wir stehen zur FPÖ" ist hingegen wieder gelöscht worden. Weniger schuldbewusst reagierte Generalsekretär Herbert Kickl, der von einem "News-Schmuddeljournalismus ohne Substanz" und einer "konzertierte[n] Aktion von linken Agitatoren im laufenden Wahlkampf" sprach (APA-OTS, 22. 8. 2013).

 

 

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