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Gleichschaltung der Presse

Die Gleichschaltung der Presse

Die österreichische Presse wurde beim "Anschluss" über Nacht gleichgeschaltet. Am 10. und 11. März 1938 beherrschten noch Aufrufe zur Volksbefragung am 13. März 1938 die Titelseiten. Bereits ab 12. März illustrierten große Bilder von Adolf Hitler die Aufmacherseiten. Gelegentlich zeugten zwischendurch auch große weiße Flecken von rasanten Vorgängen in den Redaktionen.

Die zuvor vom Ständestaat geknebelte und missbrauchte österreichische Presse, die ab 1933/34 in ihrer Gegnerschaft zum Nationalsozialismus durch das Verbot der kommunistischen und sozialdemokratischen Presse enorm geschwächt worden war, hatte ab Mitte März zunächst folgende neue Aufgaben: Sie musste den Nationalsozialismus und das "Dritte Reich" in den schönsten Farben darstellen, die Verfehlungen des Ständestaats, der so genannten "Systemzeit", anprangern und ausgiebig Stimmung für die den "Anschluss" rechtfertigende Volksabstimmung am 10. April 1938 machen.


 


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