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Kosielsky, Ferdinand

Österreichische Stalin-Opfer (bis 1945)

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Name russisch: Косильский Фердинанд Андреевич

Geboren: 07.08.1889, Wien

Beruf: Friseur

Letzter Wohnort in Österreich: Wien

Ankunft in Russland/Sowjetunion: 1915

Wohnorte in der Sowjetunion: Moskau

Verhaftet: 28.03.1938, Moskau

Anklage: Spionage für Deutschland, Sabotage

Urteil: 17.05.1938, Dvojka, Tod durch Erschießen

Gestorben: 28.05.1938, Butovo

Rehabilitiert: 19.07.1958

Emigrationsmotiv: Kriegsgefangener des Ersten Weltkriegs

Schicksal: erschossen

 

Ferdinand Kosielsky wurde 1889 in Wien in einer Arbeiterfamilie geboren, er hatte drei Geschwister. Von 1908 bis 1910 war er Mitglied der SDAP. Er arbeitete nach der Pflichtschule in Fabriken, bis er 1910 zur k.u.k. Armee eingezogen wurde, in der er bis 1913 als gemeiner Soldat diente. 1914 wurde er zum Kriegsdienst mobilisiert und geriet am 7. März 1915 in russische Kriegsgefangenschaft. Er war in Lagern in Petropavlovsk und Sretensk (Transbajkalien) interniert. Ab 1917 musste er in der Eisen- und Stahlindustrie in Serov (Nadeždinsk) im Ural arbeiten. Von 1918 bis 1923 diente er in der Roten Armee und kämpfte im Bürgerkrieg im Ural. 1919 wurde er Mitglied der kommunistischen Partei. Nach der Demobilisierung arbeitete er in Moskau in einem Konditoreibetrieb und wurde 1926 sowjetischer Staatsbürger. Später war er als Maschinist in einer Fabrik beschäftigt.

 

Als Kosielsky am 28. März 1938 verhaftet wurde, war er Leiter einer Friseur-Genossenschaft im Süden von Moskau. In der Anklageschrift vom 3. April 1938 wurde er beschuldigt, Mitglied einer Spionage- und Sabotageorganisation zu sein, die ihm die Aufgabe gestellt habe, im Fall eines Krieges mit Deutschland ansteckende Krankheiten in Moskau zu verbreiten. Am 17. Mai wurde er zum Tode verurteilt und am 28. Mai 1938 in Butovo bei Moskau hingerichtet. Kosielsky war verheiratet und hatte einen Sohn.

 

 

Quelle: RGASPI, ÖStA, lists.memo.ru, GARF

 

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