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Novemberpogrom 1938

Dokumente und Bilder: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol

Nach dem "Anschluss"-Pogrom im März/April 1938 waren die Ereignisse rund um den 9. November 1938 ein erster Höhepunkt der antisemitischen Maßnahmen des NS-Regimes, der der jüdischen Bevölkerung in einschneidender Weise ihre Rechtlosigkeit demonstrierte.

 

Als am 7. November 1938 der 17-jährige Herschel Grynszpan in Paris als Protest gegen die Verfolgung der deutschen Juden auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath schoss - der später seinen Verletzungen erlag -, war dies für Reichspropagandaminister Joseph Goebbels der formale Vorwand, in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 einen angeblich spontanen reichsweiten Pogrom zu inszenieren. Goebbels war es auch, der (mit Bezug auf die angeblich wie Kristalle schimmernden Scherben der zerschlagenen Fenster und Auslagen) den verharmlosenden Begriff "Reichskristallnacht" prägte - ein Begriff, der die tatsächlichen Ereignisse, die Zerstörung von Synagogen und Tempeln, Plünderungen, Beschlagnahmen, "Hausdurchsuchungen" sowie die Misshandlungen, Demütigungen und Verhaftungen von Jüdinnen und Juden, nicht einmal ansatzweise erfasst. Im Zuge des Pogroms wurden in Österreich - in Wien und in Innsbruck - auch mehrere Menschen getötet.

 

Wenige Tage später verordneten die NS-Machthaber die völlige Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben. Außerdem wurde der jüdischen Bevölkerung die Zahlung einer "Sühneleistung" von einer Milliarde Reichsmark für das Pariser Attentat auferlegt sowie die Verpflichtung, für alle während des Pogroms entstandenen Schäden aufzukommen.

 

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Synagoge Tempelgasse

 

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Synagoge Klosterneuburg

 

 

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Novemberpogrom_Synagoge Graz (DÖW Foto 997)

 

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Richard Graubart

 

 

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Brandbericht (Synagoge Linz)

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Frühmeldung Gestapo Salzburg
   

 

 

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Völkischer Beobachter, 13. 11. 1938 (Titelseite)
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