
Schubert Johann
[<<vorhergehender Eintrag] [nächster Eintrag>>]
Foto: Wiener Stadt- und Landesarchiv
Vorname
Johann
Nachname
Schubert
Geburtstag
27.07.1904
Wohnort
Wien
Der Pflastergehilfe Johann Schubert wurde am 28. 1. 1940 wegen "Vergehens nach dem Heimtückegesetz" festgenommen und am 22. 5. 1940 zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Er wurde am 29. 9. 1940 aus der Haft entlassen.
Aus der Anklageschrift des Oberstaatsanwalts beim Landgericht Wien als Sondergericht, 30. 4. 1940:
"Ich beantrage unter Anordnung der Haftfortdauer vor dem Landgericht Wien als Sondergericht Hauptverhandlung anzuordnen auf Grund der Anklage:
Johann Schubert habe am 28. 1. 1940 in Wien öffentlich [eine] gehässige und hetzerische und von niedriger Gesinnung zeugende Äußerung [...] gemacht [...], indem er sich in der Gastwirtschaft Schneider vor mehreren Gästen auf den deutschen Gruß eines Eintretenden äußerte:
'Den Gruß Heil Hitler kenne ich überhaupt nicht. Das werde ich nie sagen. Die 20-jährigen Rotzbuben sollen einmal nach Polen hinaus und nach dem Westwall, dann können die Buben mit uns anschaffen. Braucht man etwas von der NSV [Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt], dann bekommt man überhaupt nichts. Dort sind lauter Gfraster. Was Gauleiter Bürckel gestern für Blödsinn gesprochen hat, interessiert niemand. Wir werden nie dabei sein, außer Trotteln, die dort am Tisch sitzen (damit waren im Gasthaus anwesende politische Leiter gemeint). Mich werden sie nicht an die Front kriegen. Hitler kann da selber kommen.'"
Aus der Anklageschrift des Oberstaatsanwalts beim Landgericht Wien als Sondergericht, 30. 4. 1940:
"Ich beantrage unter Anordnung der Haftfortdauer vor dem Landgericht Wien als Sondergericht Hauptverhandlung anzuordnen auf Grund der Anklage:
Johann Schubert habe am 28. 1. 1940 in Wien öffentlich [eine] gehässige und hetzerische und von niedriger Gesinnung zeugende Äußerung [...] gemacht [...], indem er sich in der Gastwirtschaft Schneider vor mehreren Gästen auf den deutschen Gruß eines Eintretenden äußerte:
'Den Gruß Heil Hitler kenne ich überhaupt nicht. Das werde ich nie sagen. Die 20-jährigen Rotzbuben sollen einmal nach Polen hinaus und nach dem Westwall, dann können die Buben mit uns anschaffen. Braucht man etwas von der NSV [Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt], dann bekommt man überhaupt nichts. Dort sind lauter Gfraster. Was Gauleiter Bürckel gestern für Blödsinn gesprochen hat, interessiert niemand. Wir werden nie dabei sein, außer Trotteln, die dort am Tisch sitzen (damit waren im Gasthaus anwesende politische Leiter gemeint). Mich werden sie nicht an die Front kriegen. Hitler kann da selber kommen.'"
Überlebt
Quelle: Gestapo-Opfer (Individuelle Widerständigkeit)
[<<vorhergehender Eintrag] [nächster Eintrag>>]





English
Termine
Neues