
Sebestik Adalbert
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Foto: Wiener Stadt- und Landesarchiv
Vorname
Adalbert
Nachname
Sebestik
Geburtstag
22.04.1902
Wohnort
Wien
Der Tischlergehilfe Adalbert Sebestik wurde am 22. 9. 1942 wegen "Führerbeleidigung" und "staatsfeindlicher Äußerungen" festgenommen. Er wurde am 29. 1. 1943 wegen "Vergehens nach dem Heimtückegesetz" zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt und verbüßte die Strafe bis 22. 7. 1943.
Aus der Anklageschrift des Oberstaatsanwalts beim Landgericht Wien als Sondergericht, 12. 11. 1942:
"Auf dem Wege zu dieser Hütte kam der Beschuldigte mit [...] ins Gespräch, äußerte sich abfällig über die Ernährungslage und fügte bei:
'Wenn die Polen, Franzosen, Engländer, Holländer und Belgier, die auf die Deutschen nicht neugierig sind, aufstehen werden, wird Deutschland den Krieg verlieren.'
Als [...] die Ungehörigkeit dieser Äußerung rügte, erwiderte der Beschuldigte auf die Abstammung des Führers aus Braunau münzend:
'Wenn der Führer nach Braunau kommt, wird er etwas erleben.'
Aus dem Zusammenhang dieser Äußerungen in ihrer Gesamtheit zu wertenden Einstellung ergibt sich nicht nur eine [...] Geringschätzung der deutschen Kriegsmacht und Kriegsführung, sondern vor allem die gehässige Gesinnung des Besch. gegen den Führer selbst, dessen Ansehen und Beliebtheit in seiner Vaterstadt er in hetzerischer Form herabgesetzt [hat]."
Aus der Anklageschrift des Oberstaatsanwalts beim Landgericht Wien als Sondergericht, 12. 11. 1942:
"Auf dem Wege zu dieser Hütte kam der Beschuldigte mit [...] ins Gespräch, äußerte sich abfällig über die Ernährungslage und fügte bei:
'Wenn die Polen, Franzosen, Engländer, Holländer und Belgier, die auf die Deutschen nicht neugierig sind, aufstehen werden, wird Deutschland den Krieg verlieren.'
Als [...] die Ungehörigkeit dieser Äußerung rügte, erwiderte der Beschuldigte auf die Abstammung des Führers aus Braunau münzend:
'Wenn der Führer nach Braunau kommt, wird er etwas erleben.'
Aus dem Zusammenhang dieser Äußerungen in ihrer Gesamtheit zu wertenden Einstellung ergibt sich nicht nur eine [...] Geringschätzung der deutschen Kriegsmacht und Kriegsführung, sondern vor allem die gehässige Gesinnung des Besch. gegen den Führer selbst, dessen Ansehen und Beliebtheit in seiner Vaterstadt er in hetzerischer Form herabgesetzt [hat]."
Überlebt
Quelle: Gestapo-Opfer (Individuelle Widerständigkeit)
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