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Schwarzer Karl


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Karl Schwarzer
Foto: Wiener Stadt- und Landesarchiv

Vorname
Karl
Nachname
Schwarzer
Geburtstag
08.08.1886
Geburtsort
Wien
Wohnort
Wien 16, Friedrich-Kaiser-Gasse 3/2/10

Sterbedatum
13.09.1943
Sterbeort
Straubing

Der Straßenoberaufseher Karl Schwarzer wurde am 7. 1. 1942 wegen "staatsfeindlicher Betätigung" ("Vergehens nach dem Heimtückegesetz") von der Gestapo erkennungsdienstlich erfasst. Er wurde am 13. 10. 1942 wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Karl Schwarzer kam am 13. 9. 1943 im Zuchthaus Straubing um.

Aus der Anklageschrift des Generalstaatsanwalts:
"Während seiner Dienstzeit in der Sektion XVI/2 ließ er seinen untergebenen Arbeitskameraden wiederholt seine staatsfeindliche Gesinnung erkennen. So erwiderte er regelmäßig den ihm gebotenen deutschen Gruß mit den Worten: 'Kannst mich mit dem Hitler im Arsch lecken.' [...]
Die Ermahnungen des Betriebsobmannes beantwortete er mehrmals mit den Worten: 'Du bist eben auch so ein Nazibub, warte, wenn die Kommunisten kommen, bekommst du die ersten Schläge auf den Schädel, leg lieber deine Funktion zurück, du alter Hund, du bist auch so einer!'
Aus diesen Äußerungen geht die Absicht des Angeschuldigten, auf seine Arbeitskameraden im kommunistischen Sinne einzuwirken und ihnen gegenüber seine eigene kommunistische Einstellung zu bekunden, klar hervor. Diese Absicht erhellt auch deutlich aus einer Äußerung, die er im Frühjahr 1941 anlässlich einer Führerrede im Gefolgschaftsraum machte; damals sagte er vor mehreren Arbeitskameraden: 'Der hält schon wieder eine Verzweiflungsrede, weil er sich nicht auskennt und nicht mehr weiß, was er anfangen soll.'"

Nicht überlebt

Quellen: Gestapo-Opfer (Individuelle Widerständigkeit), Politisch Verfolgte

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