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Smek Josef


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Josef Smek
Foto: Wiener Stadt- und Landesarchiv

Vorname
Josef
Nachname
Smek
Geburtstag
31.05.1901
Wohnort
Straßhof (NÖ)

Der Eisenbahner Josef Smek wurde am 7. 11. 1941 festgenommen, weil er "wiederholt abfällige Äußerungen über den Führer gemacht" hatte. Er wurde am 2. 6. 1942 wegen "Vergehens nach dem Heimtückegesetz" zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Am 16. 12. 1943 wurde Josef Smek von der Gestapo Wien erkennungsdienstlich erfasst. Er wurde Ende Februar 1944 in das KZ Flossenbürg überstellt und blieb dort bis Kriegsende in Haft.

Aus dem Urteil des Sondergerichts I beim Landgericht Wien, 2. 6. 1942:
"Seit vielen Monaten benützte der Angeklagte jede Gelegenheit im Gemeinschaftsraum seiner Betriebsstätte am Bahnhof Straßhof bei Gesprächen mit seinen Arbeitskameraden gegen den Nationalsozialismus und die deutsche Staatsführung ausfällig zu werden. Dabei kam er auf die verschiedensten Gebiete des täglichen Lebens zu sprechen; insbesondere im Sommer 1941 suchte er stets die Begeisterung, mit der seine Arbeitskameraden vielfach über die Sieg der deutschen Wehrmacht im Osten sprachen, zu dämpfen und in ihr Gegenteil zu verkehren. [...]
Andererseits aber war erschwerend die vielfache Wiederholung der strafbaren Handlungen über einen längeren Zeitraum trotz Verwarnung und die etwas über dem Durchschnitt stehende Verstandesbegabung des Angeklagten, die ihn das Verwerfliche seines Tuns besonders gut hat erkennen lassen, zu würdigen. Überhaupt erschien der Angeklagte dem Gericht nicht als harmloser Schwätzer, sondern als zielbewusster und tatkräftiger Hetzer, der - wenn auch in engem Kreis - sich nicht scheute, seine Schmähreden bewusst gegen den Staat zu richten, der ihn nach dem Umbruch im Jahre 1938 aus dem Elend zu einem menschenwürdigen Dasein emporgehoben hat."

Überlebt

Quelle: Gestapo-Opfer (Individuelle Widerständigkeit)

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