
Scheuer Johann
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Foto: Wiener Stadt- und Landesarchiv
Vorname
Johann
Nachname
Scheuer
Geburtstag
30.08.1889
Wohnort
Wien
Wegen "judenfreundlichen Verhaltens" wurde der Realitätenhändler und Hausverwalter Johann Scheuer am 19. 1. 1943 von der Gestapo Wien erkennungsdienstlich erfasst. Er wurde am 3. 4. 1943 in das KZ Dachau eingeliefert und blieb dort bis 30. 9. 1943 in Haft. Am 23. 6. 1944 wurde er wegen "Vergehens gegen die Preisstrafrechtsverordnung" zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Dieses Urteil wurde aufgehoben, am 29. 8. 1944 wurde die Strafe auf 1 Jahr Zuchthaus erhöht. Die Strafvollstreckung wurde bedingt ausgesetzt.
Aus dem Schutzhaftbefehl, 4. 3. 1943:
"Er gefährdet nach dem Ergebnis der staatspolizeilichen Feststellungen durch sein Verhalten den Bestand und die Sicherheit des Volkes und Staates, indem er dadurch, dass er in artvergessener Weise mit einem Juden Umgang pflegt und Hoheitsträger der Partei beleidigt, sich außerhalb der Volksgemeinschaft stellt und als rücksichtsloser Volksschädling erweist."
Aus dem Schutzhaftbefehl, 4. 3. 1943:
"Er gefährdet nach dem Ergebnis der staatspolizeilichen Feststellungen durch sein Verhalten den Bestand und die Sicherheit des Volkes und Staates, indem er dadurch, dass er in artvergessener Weise mit einem Juden Umgang pflegt und Hoheitsträger der Partei beleidigt, sich außerhalb der Volksgemeinschaft stellt und als rücksichtsloser Volksschädling erweist."
Überlebt
Quelle: Gestapo-Opfer (Individuelle Widerständigkeit)
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