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Neue Leitung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes

Am 1. April 2023 übernimmt Andreas Kranebitter die Leitung des DÖW.

Der Stiftungsrat des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes bestellte Dr. Andreas Kranebitter zum neuen Leiter des DÖW. Kranebitter, der aktuell in den USA forscht, setzte sich in einer internationalen Ausschreibung gegen 18 Mitbewerberinnen und Mitbewerber durch. Er tritt die Funktion im April 2023 an.


Die Neubesetzung erfolgte aufgrund der Pensionierung von Gerhard Baumgartner, der die Institution ab 2014 erfolgreich geführt hat und sich nun wieder verstärkt seinen Forschungen zur Geschichte der Roma und Romnja in Österreich widmen wird. Bundesminister Martin Polaschek: „Das DÖW ist eine hochangesehene Forschungsstelle zu Widerstand, Verfolgung, Holocaust, NS-Justiz und Nachkriegsjustiz sowie Rechtsextremismus nach 1945. Das Dokumentationsarchiv hat daher eine zentrale Bedeutung für die österreichische Gesellschaft und Forschung. Ich freue mich, dass mit Andreas Kranebitter ein ausgewiesener Experte die Leitung des DÖW übernimmt, und wünsche ihm alles Gute für die kommenden Herausforderungen. Gleichzeitig möchte ich mich bei Gerhard Baumgartner für seine professionelle Arbeit als Leiter des DÖW herzlich bedanken.“


Dr. Kranebitter, geboren 1982 in Wien, studierte Soziologie und Politikwissenschaft. Seine Abschlussarbeiten wurden mit dem Herbert-Steiner-Preis und dem Irma-Rosenberg-Preis ausgezeichnet. Seine Karriere begann er in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, wo er zum Leiter der Forschungsstelle aufstieg und für wesentliche Teile der neuen Ausstellung in der Gedenkstätte verantwortlich zeichnete. Zuletzt wirkte er als Leiter des Archivs für die Geschichte der Soziologie an der Universität Graz. Gemeinsame Projekte führten Kranebitter und das DÖW schon in der Vergangenheit immer wieder zusammen.


Bürgermeister Michael Ludwig gratuliert Andreas Kranebitter zu seiner Bestellung: „Mit ihm wird einem profunden Wissenschafter mit umfassender Erfahrung auf dem Gebiet der historischen Auseinandersetzung mit der österreichischen Geschichte die Leitung übertragen. Denn auch 60 Jahre nach seiner Gründung nimmt das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes einen zentralen Stellenwert im Kampf gegen Rechtsextremismus, Neofaschismus und Rassismus ein. Die faktenbasierte Aufarbeitung unserer Geschichte ist ganz wesentlich, um dem Grundsatz ,Erforschen, Bewahren und an die nächste Generation weitergeben‘ getreu zu wirken. Eine Verpflichtung, der sich das DÖW verschrieben hat und die in den vergangenen Jahren unter der Leitung von Gerhard Baumgartner durch unermüdliche Arbeit vorangetrieben wurde. Ihm möchte ich dafür auch meinen großen Dank aussprechen.“


Der Stiftungsrat des DÖW ist überzeugt, dass Dr. Kranebitter die Arbeit des DÖW einerseits in bewährter Weise fortführen wird, andererseits aber auch neue Impulse wird setzen können.
In einem ersten Statement drückte Kranebitter seine Freude aus: „Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes ist eine einzigartige Institution in Österreich, die die historische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus mit der sozialwissenschaftlichen Forschung und Dokumentation aktueller rechtsextremer und antisemitischer Tendenzen verknüpft. Ich freue mich darauf, die Leitung dieser traditionsreichen Institution zu übernehmen, und werde mich dieser Aufgabe mit voller Kraft und langem Atem widmen.“

 

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