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Symbolische Machtübernahmen

Der "Anschluss" - Inszenierung und Faszination


Da den Nationalsozialisten in Österreich in den ersten Stunden und Tagen der Machtübernahme sowohl "revolutionäre Massen" als auch eine funktionierende Organisation im Lande fehlten, blieben zunächst nur symbolische Mittel. Die Denkmäler des Ständestaats wurden gestürzt, und die Zeichen und Spuren des christlich-autoritären Österreich beseitigt. Meist waren diese symbolischen Handlungen organisiert und für den ästhetischen Blick des (zufällig anwesenden?) Fotografen inszeniert. Die Bilder wurden in Zeitungen, Broschüren und Wochenschauen propagandawirksam verbreitet. In ihnen enthüllte sich bereits der terroristische Charakter der NS-Herrschaft, zunächst vor allem gegen die Sündenböcke "allen Übels", die Juden, und wo diese fehlten, gegen Vertreter des gestürzten Ständestaates.


 


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