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Zabransky, Julius

Österreichische Stalin-Opfer (bis 1945)

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Name russisch: Забранский Юлиус

Geboren: 22.04.1913, Wien

Beruf: Steinmetz

Letzter Wohnort in Österreich: Wien

Ankunft in Russland/Sowjetunion: 03.06.1934

Wohnorte in der Sowjetunion: Leningrad

Verhaftet: 04.05.1935, Leningrad

Anklage: Spionage

Urteil: 25.04.1936, Ausweisung

Rehabilitiert: 16.01.1989, Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR

Emigrationsmotiv: Schutzbund-Emigration

Schicksal: ausgewiesen

 

Der Steinmetz Julius Zabransky wurde 1913 in Wien geboren. Er gehörte der SAJ und ab 1929 dem Schutzbund an. Im Februar 1934 nahm er an den Kämpfen im Karl-Marx-Hof in Wien-Döbling teil. Im Juni 1934 gelangte er mit dem zweiten Schutzbundtransport in die Sowjetunion, wo er einen Arbeitsplatz in Leningrad erhielt. Er arbeitete als Steinmetz im Winterpalast und an anderen Bauten in Leningrad. Als Zabransky Schwierigkeiten an seinem Arbeitsplatz hatte und nach Österreich zurückkehren wollte, erhielt er Unterstützung von der Gewerkschaft, deren Funktionäre in Leningrad ihn zum Verbleib in der UdSSR ermunterten und sich bemühten, für ihn einen anderen Arbeitsplatz zu finden, wo er mit Schutzbündlern zusammen gewesen wäre.

 

Zabransky wurde vor seiner beabsichtigten Rückreise wahrscheinlich von dem Schutzbündler Ludwig Carhoun (Людвиг Матиасович Цархоун, geb. 1907 in Wien) bei der Geheimpolizei GPU denunziert und am 4. Mai 1935, dem Tag der geplanten Abreise, verhaftet. Am 25. April 1936 wurde seine Ausweisung beschlossen. Zabransky wurde dann über Minsk abgeschoben und kam am 21. Juli 1936 in Wien an.

 

 

Quelle: DÖW, ÖStA, GARF

 

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