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Die Kunstsammlung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW)

Projekt des DÖW, gefördert vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung / Abteilung Wissenschaft und Forschung, St. Pölten

 

Das Projekt wurde im Oktober 2021 abgeschlossen. Eine erste Schau findet 2022 im Museum Niederösterreich statt.

 

Kontakt: Dr. Ursula Schwarz, e-mail | T +43 1 22 89 469 - 326

 

 

Seit Ende 2019 fördert das Land Niederösterreich die Aufarbeitung der Kunstsammlung im DÖW. Die umfangreichen Bestände des DÖW beinhalten auch eine Reihe von Kunstwerken – darunter rund 230 Gemälde und Grafiken von etwas mehr als 100 Künstlern, darunter auch wenige Künstlerinnen. Sie sind bedeutende Dokumente des traumatischen Erlebens und des unbändigen Freiheitswillens einer Generation, die sich zwei verheerenden Kriegen, einem autoritären Regime und einer totalitären Diktatur ausgesetzt sah. Sie eröffnen den Blick auf Schicksale, Lebenswege voller Angst, Traumata und teilweise heroisches Engagement. Vielfach sind die DÖW-Kunstwerke in situ entstandene Zeugnisse aus Konzentrations- und Vernichtungslagern, in anderen Fällen die unmittelbar zeitgenössische Auseinandersetzung mit Kriegsgeschehen, Flucht und Exil.

 

Die Werke bildeten ursprünglich keine konzipierte und mit System angelegte Kunstsammlung, vielmehr handelt es sich im Wesentlichen um eine Ansammlung von im Laufe der Zeit gemachten Geschenken von Künstlern und Künstlerinnen, die damit dem DÖW ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringen wollten. Die rund 230 Exponate aus der Zeit von Widerstand, Verfolgung und Exil stellen heute einen besonders wertvollen Teil der Bestände des DÖW dar. Der Großteil der Werke ist in mehr oder weniger umfangreichen Maß zu restaurieren, wie es bei der 2015 und 2016 gezeigten Auswahl durchgeführt wurde. Ausgewählte Kunstwerke aus der DÖW-Sammlung wurden erstmals im Rahmen der Wiener Festwochen 2015 gezeigt, 2016 präsentierte das GrazMuseum die Bilder und Grafiken.

 

Ziel des coronabedingt in das Jahr 2021 verlängerten Projektes war die erstmalige möglichst vollständige Erfassung und wissenschaftliche Aufarbeitung des Bestandes. Die Sammlung weist vielfältige interessante Bezüge zur niederösterreichischen Landesgeschichte auf, bevorzugte Orte einer ersten musealen oder anderweitigen Präsentation sollen Institutionen des Landes Niederösterreich sein.

 

Die Arbeiten erfolgten in Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung, Außenstelle Raabs.

 

 

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