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Die verdrängten Toten: NS-Euthanasie in Mauer-Öhling

Dokumentarfilm, Ausstrahlung auf ORF III, 8. Mai 2022

 

Mindestens 30.000 Menschen wurden während der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich als "unwertes Leben" qualifiziert und im Rahmen der NS-Euthanasie ermordet. Während Schloss Hartheim, die Landesnervenklinik Gugging und Am Spiegelgrund/Am Steinhof mittlerweile einer breiten Öffentlichkeit als Schauplätze nationalsozialistischer Medizinverbrechen bekannt sind, ist eine der zentralen Mordstätten weitgehend unerforscht: die Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling. Bis zu 2.400 PatientInnen aus Mauer-Öhling wurden ermordet. Die Geschichte des heutigen Landesklinikums wird seit einigen Jahren vom Institut für jüdische Geschichte Österreichs wissenschaftlich erforscht.

 

Die Dokumentation (51 Min., 2022, Regie: Alexander Millecker) soll anhand der Biografien von Opfern, TäterInnen und "bystanders" die verdrängte Geschichte dieses Ortes sichtbar und verstehbar machen. Den größeren Kontext für die Taten von Mauer-Öhling bietet eine Darstellung der "erb- und rassebiologischen" Wahnvorstellungen des NS-Regimes vom "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" bis zur sogenannten "Aktion T4".

 

 

Zeit:

Sonntag, 8. Mai 2022, 16.10 Uhr

 

 

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