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Ehemaliger Spitzenkader: Zeichen für Identitäre auf „Stagnation bis Niedergang“

Neues von ganz rechts - September 2019

Alexander Markovics, ehemaliger Obmann und Pressesprecher der Identitären Bewegung Österreich (IBÖ) und nunmehr Generalsekretär des Kreml-Proxys Suworow-Institut, hat der Deutschen Stimme (Juni-Ausgabe 2019) ein Interview gegeben. Gegenüber der Parteizeitung der neonazistischen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) gibt Markovics als seine politische Mission die „Befreiung Europas vom Liberalismus und Kapitalismus“ an. Fluchtpunkt seines politischen Wirkens sei dabei das „Wohlergehen des deutschen Volkes“, dem für den Burschenschafter (Olympia Wien) „die Österreicher selbstverständlich auch“ zuzurechnen sind.

 

Über Markovics' politischen Werdegang ist zu erfahren, dass er 2005 bis 2010 im Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) „und dann [in] der FPÖ selbst“ aktiv gewesen ist. Die „Sabotage“ des Präsidentschaftswahlkampfs von Barbara Rosenkranz (2010) durch „Kreise innerhalb der Partei“ habe ihm klargemacht, dass die FPÖ selbst „Teil des Problems indirekte Demokratie“ sei. Spätestens im darauffolgenden Präsidentschaftswahlkampf 2016 habe sie sich zudem als eine „liberale Partei“ entpuppt. Dennoch unterstützte er noch 2017 den Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) im ÖH-Wahlkampf. 2018 trat er u.a. als Vortragender für die im Nahbereich des Neonazismus zu verortende Kleinstpartei Die Stimme seines Bundesbruders bei der Burschenschaft Olympia, Markus Ripfl, auf. Ripfl hat im Frühjahr 2019 seinen Rückzug aus der Politik erklärt.

 

Die Identitären, mit denen Markovics 2017 brach, seien inzwischen „zu einer Sekte verkommen, die sich nur noch auf die Vermarktung ihrer selbst beschränkt. Das in ihr herrschende sektenartige Klima, die fehlende Kritikfähigkeit und die Intriganz innerhalb der Führung“ hätten ihn der Gruppierung entfremdet. Die IBÖ sei inzwischen „selbst zum Teil dessen geworden ist, was sie zu bekämpfen vorgab.“ Die „Selbstzerfleischung von FPÖ und Identitären“ schade auch den letzteren, da sie „nun wohl nicht mehr die von ihnen angestrebte Karriere innerhalb der FPÖ machen werden können. In Österreich stehen die Zeichen für die Bewegung auf Stagnation bis Niedergang.“

 

 

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