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"Revisionistische" Kriegsursachenforschung

Neues von ganz rechts - November 2003

Heinz Magenheimer, Universitätsdozent im Dienste der Landesverteidigungsakademie, bespricht in Mölzers Wochenblatt Zur Zeit ein "Buch, das die Ursachen des Zweiten Weltkrieges in ein neues Licht stellt". (Zur Zeit 42/2003, S. 11) Laut Magenheimer, einem ausgewiesenen Anhänger der "revisionistischen" "Präventivkriegsthese", habe sich das sich über alle Rüstungsbeschränkungen hinwegsetzende NS-Regime, "das langsam erstarkende Deutschland" (ebenda), einer Einkreisung ausgesetzt gesehen. "Unter diesen Umständen", so Magenheimer, "hätte eine deutsche Großmachtposition in Europa keine Chancen auf Entfaltung gehabt". (Ebenda) Auch erscheint es ihm "reichlich verkürzt, [...] die Ideologie der NSDAP seit den zwanziger Jahren, die Außenpolitik Hitlers ab 1933 und seinen Rassismus apodiktisch als das absolut Böse hinzustellen, das unweigerlich auf die Entfesselung des Krieges zusteuern musste". (Ebenda)

Im von Magenheimer positiv besprochenen Buch "Die Ursachen des Zweiten Weltkrieges" wird demnach auch nicht Nazi-Deutschland als Kriegsschuldiger vorgestellt. Das überrascht nicht, ist der Wälzer doch im rechtsextremen Grabert Verlag erschienen. Auch der Autor, Walter Post, ist kein Unbekannter in der Szene: Der Münchner Politikwissenschafter und Historiker referierte u. a. beim neonazistischen Deutschen Kulturwerk und bei der rechtsextremen Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik.

 

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