logo
logo

"Zur Zeit" gegen "Staatsterrorismus"

Neues von ganz rechts - Juni 2002

In der aktuellen Ausgabe von Zur Zeit widmen sich die Mannen um Andreas Mölzer einmal mehr dem Kampf gegen Israel. Jörg Haider, "Heros für die Arabische Welt" (Zur Zeit 22/2002, S. 2), stellte sich für ein Interview zum Thema zur Verfügung. In diesem spricht er von "staatsterroristischen Akten, wie sie etwa Israel gegenüber den Palästinensern begeht". (Ebenda, S. 4)

Helmut Müller, einer der österreichischen NPD-Kontaktleute, formuliert sein Ressentiment wohl im Hinblick auf die aktuelle Diskussion in Deutschland deutlicher: "Doch dank internationaler Beobachter und palästinensischer Quellen weiß man, was die Israelis mit US-amerikanischer Komplizenschaft im Westjordanland und möglicherweise auch im Gaza-Streifen verbrochen haben. Außerdem wurden Tausende Palästinenser willkürlich verhaftet, viele unter ihnen erniedrigt und gefoltert, um anschließend in KZ-ähnliche Anhaltelager gepfercht zu werden. So schnell kann ein Opfervolk zum Tätervolk mutieren. Ein schwerer Ansehensverlust für das jüdische Volk und zugleich ein Stimulans für latenten Antisemitismus." (Ebenda, S. 9)

Die von der österreichischen Bundesregierung geförderte Zur Zeit (siehe: "Österreich neu regieren": Steuergeld für Vorfeldorgan des Rechtsextremismus ») will offenbar an diesem Thema weiter dranbleiben: Verlagsleiter Walter Tributsch bereist laut Mölzer gerade den Libanon, wo er "Interviews in führenden Kreisen der Hamas" (ebenda, S. 2) führen möchte.

Daneben sind es nach wie vor die Versuche, eine Euro-Rechte unter freiheitlicher Ägide auf die Beine zu stellen, welche die Blattmacher auf Trab halten. FPÖ-Generalsekretär Karl Schweitzer, der in einem Leserbrief an die Presse seine Partei von rechtsextremen Kräften in Europa (Front National, Vlaams Blok) abgegrenzt wissen wollte und sämtliche freiheitliche Kontakte zu diesen leugnete, wird von seinen Parteifreunden nicht ohne Häme korrigiert. So wird Schweitzer daran erinnert, "dass bereits des Öfteren Vertreter der FPÖ mit solchen von rechten 'Schurkenparteien' zusammengetroffen sind". (Ebenda, S. 27)

Einstecken muss übrigens auch Finanzminister Grasser, weil er am "Life-Ball", diesem "Narrentanz der Perversion" (ebenda, S. 32), gesichtet worden ist.

 

« zurück

 

Unterstützt von: