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Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes

„Lesezeichen zur Zeitgeschichte“ & Sommerfest

„Immer Wider Stand“ – Buchpräsentationen und Fest, 4. September 2026

Wir stellen beim „Lesezeichen zur Zeitgeschichte“ wieder Bücher aus der österreichischen Widerstands- und NS-Verfolgungsforschung vor und laden zur gemeinsamen Diskussion. Winfried R. Garscha (DÖW), Anita Haviv-Horiner („Solidarität heißt Handeln“), Douglas McKnight („Echoes of the Past“), Martin Prinz („Die letzten Tage“) und Julia Stolba („Women and Partisan Art“) diskutieren die Themen ihrer Bücher, Peter Lachnit führt durch die Veranstaltung. Danach findet das DÖW-Sommerfest statt.

 

Programmablauf

 

15.00 Begrüßung

durch Michaela Schüchner (Bezirksvorsteherin Penzing), Michael Häupl (Stiftungsratsvorsitzender DÖW) und Andreas Kranebitter (Wissenschaftlicher Leiter DÖW)

 

15.15 Die zweite Generation in Israel

Anita Haviv-Horiner über die Kinder von Holocaustüberlebenden und die israelische Zivilgesellschaft nach dem 7. Oktober 2023. Die Autorin veröffentlichte zu diesem Thema:

  • Heimat? Vielleicht. Kinder von Holocaustüberlebenden zwischen Deutschland und Israel. Bonn, bpb 2013, 255 S.
  • In Europa nichts Neues? Israelische Blicke auf Antisemitismus heute. Bonn, bpb 2022, 318 S.
  • Solidarität heißt handeln. Die Israelische Zivilgesellschaft nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023. Bonn, bpb 2024, 202 S.
 
 

16.15 An die Partisan*innen erinnern

Gespräch mit Douglas McKnight, Autor von „Echoes of the Past. Carinthian Slovene Memories of the Second World War” und Julia Stolba, Mitautorin des Bandes „Women and Partisan Art. Aesthetics and Practices of Resistance in Yugoslavia and Carinthia”

Literaturhinweise:

  • Douglas McKnight, Echoes of the Past. Carinthian Slovene Memories of the Second World War. Toronto, UTP 2026, 226 S.
  • Elena Messner / Cristina Beretta / Goran Lazičić / Markus Gönitzer (Eds.), Women and Partisan Art.Aesthetics and Practices of Resistance in Yugoslavia and Carinthia. Bielefeld, Transcript 2025, 391 S
 
 

17.15 Pause mit Kaffee und Limonade

Es besteht während der Pause die Möglichkeit an einer Impuls-Führung durch unsere diesjährige Gastausstellung Partizan★ke Art mit Ko-Kuratorin Julia Stolba teilzunehmen.

 

18.00 Endphaseverbrechen in Ostösterreich

Martin Prinz Tatsachenroman „Die letzten Tage“. Gespräch mit dem Autor und mit Winfried Garscha (DÖW)

Literaturhinweise:

  • Martin Prinz, Die letzten Tage, Salzburg 2025, Jung und Jung, 272 S.
  • Claudia Kuretsidis-Haider/ Winfried Garscha/ Siegfried Sanwald, Verfahren vor den österreichischen Volksgerichten. In: Verfolgung und Ahndung (DÖW-Jahrbuch 2021). Wien, DÖW, S. 15-104
 
 

19.00 Gemeinsamer Ausklang mit Brot und Wein

 

Kurzinfos zu den Autor*innen

  • Anita Haviv-Horiner: Bildungsexpertin, Autorin, Publizistin. In Wien als Tochter Holocaustüberlebender geboren, lebt Sie seit 1979 in Israel, wo sie für eine Reihe von Holocaust Gedenkstätten Museen, sowie für das Israel-Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung tätig war. Die von ihren betreuten und mitgestalteten Projekten konzentrieren sich auf die israelische Gesellschaft, das Holocaust-Gedenken und Genderfragen.
  • Douglas McKnight: Kam als Fulbright Stipendiat nach Österreich und graduierte im Dezember 2020 an der Georgtown Universitiy. Erhielt 2021 den vom DÖW und der International Conference of Labour and Social History (ITH) jährlich vergebenen Herbert-Steiner-Preis.
  • Julia Stolba: Künstlerin und derzeit Doktorandin an der HFBK Hamburg, zum Thema Geschichten von Gewalt in Archiven, zur transgenerationalen Weitergabe von Traumata, zu dissoziativen Dynamiken und zur Bedeutung von Affekten in der künstlerischen, kuratorischen und kunstpädagogischen Archivarbeit. Sie ist Mitglied der Band INGLAM (Inglourious Art Mediators) und der Kollektive avArc und Partizan★ke Art. Von 2018 bis 2022 gehörte sie zum documenta-Studien-Team an der Kunsthochschule Kassel. 
  • Martin Prinz: Schriftsteller, wuchs in Lilienfeld in Niederösterreich auf, studierte Theaterwissenschaft und Germanistik. Schreibt Reisegeschichten, Drehbücher und Romane. Zuletzt erhielt er für seine Arbeit den Wiener Buchpreis der Wirtschaftskammer Wien (2026), den Bruno-Kreisky-Anerkennungspreis (2025) sowie den Anerkennungspreis für Literatur des Landes Niederösterreich (2025).
  • Winfried Garscha: Historiker, seit 1988 wissenschaftlicher Mitarbeiter des DÖW, wo er bis zu seiner Pensionierung 2018 als Archivar tätig war, Ko-Leiter der Zentralen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz am DÖW. Wurde für seine Arbeiten mit dem Victor-Adler-Staatspreis für Geschichte sozialer Bewegungen (1990), dem Willy und Helga Verkauf-Verlon Preis (2002) sowie dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (2017) ausgezeichnet.

 

Buchpräsentationen, Diskussion und DÖW-Sommerfest

 

am 4. September 2026

um 15.00 Uhr

im Pavillon V (nicht 5) des Otto-Wagner-Areals (Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien)

mit Winfried Garscha, Anita Haviv-Horiner,  Douglas McKnight, Martin Prinz, Julia Stolba & Peter Lachnit

 

Freier Eintritt, um Anmeldung in der untenstehenden Maske wird gebeten

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Zur Anmeldung

 

Die Veranstaltungsreihe „Immer Wider Stand“

 

Ausstellungen, Buchpräsentationen, Diskussionen, Filmscreenings, Workshops – all das und mehr beinhaltet „Immer Wider Stand“. Mit dieser Veranstaltungsreihe stellt sich das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes am Otto-Wagner-Areal vor, seinem künftigen Standort.

 

Die unterschiedlichen Themen und Formate eint, dass sie Blicke auf Dinge werfen, die das DÖW seit Jahrzehnten beschäftigen. Sie handeln von der Kunst der Partisaninnen in Kärnten / Koroška und Jugoslawien wie der Kunst über Widerständige in Rom, sie behandeln familiäre Gedächtnisse wie tagesaktuelle Nachrichten. Und noch etwas haben all die Termine gemeinsam: Sie entstehen in Kooperation mit Partner*innen und liefern für alle multiperspektivische Eindrücke.

 

Alle Veranstaltungen der Reihe finden sich hier.

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