Vortrag, 29. April 2026
Im Nationalsozialismus wurde die Kriminalpolizei ermächtigt, aus verschiedenen Gründen Personen in „Vorbeugungshaft“ zu nehmen und in KZs einzuweisen. Polizei und SS etikettierten sie wegen ihrer Vorstrafen als „Berufsverbrecher“. Nach 1945 galten sie nicht als Opfer. Andreas Kranebitter hat die Kollektivbiografie von 885 österreichischen „Berufsverbrechern“ im KZ Mauthausen geschrieben und ist darin diesen Fragen nachgegangen: Auf welcher rechtlichen Basis wurden sie deportiert? Wegen welcher Delikte hatten sie Vorstrafen erhalten? Wie wandte die Kriminalpolizei die Kategorie „Berufsverbrecher“ an? Welche Rolle spielten sie im Gefüge der „Häftlingsgesellschaft“?
Andreas Kranebitter ist beim Frankfurter Fritz-Bauer-Institut zu Gast, um seine jüngste Monografie (hier in der Open-Access-Version zum kostenlosen Download) über die Inhaftierung von als „Berufsverbrecher“ Verfolgten im KZ Mauthausen vorzustellen.
Vortrag „Die Konstruktion von Kriminellen“
mit Andreas Kranebitter
am 29. April
um 18.15 Uhr
im Fritz Bauer Institut, Goethe-Universität (Raum 1.811, Casino-Gebäude, Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main)
Die Teilnahme ist kostenlos möglich, Detailinformationen finden sich hier.



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