logo
logo

„Licht, Luft und Schatten“ – Wiener Gemeindebauten in Austrofaschismus und Nationalsozialismus

Buchvorstellung, 6. Mai 2026

Die Wiener Gemeindebauten waren in der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts eines der bahnbrechenden Projekte der sozialdemokratischen Wohnungs- und Sozialpolitik. Der kürzlich von Claudia Kuretsidis-Haider herausgegebene Sammelband „Licht, Luft und Schatten. Wiener Gemeindebauten in Austrofaschismus und Nationalsozialismus“ schlägt eine Brücke vom Austrofaschismus bis zum Ende der NS-Herrschaft. Nach Überblicksdarstellungen zur Geschichte des Gemeindebaus in Wien, zu personellen Brüchen und Kontinuitäten zwischen den beiden Diktaturen und zu Fragen des Mieterschutzes widmen sich mehrere Beiträge anhand von ausgewählten Gemeindebauten dem Schicksal der dort lebenden Menschen, die als Jüd*innen verfolgt und gekündigt bzw. aufgrund ihres widerständigen Verhaltens Opfer polizeilichen und juristischen Unrechts wurden. Biografien von verfolgten Männern, Frauen und Kindern schließen den Band ab, gleichsam als „Gedenkbuch“ für die Opfer von Gewalt und Terror in den Gemeindebauten.

Der Abend im Bezirksmuseum Leopoldstadt widmet sich jüdischen Vertriebenen und widerständigen Menschen aus Gemeindebauten im zweiten Wiener Gemeindebezirk.
   
Buchvorstellung 
am 6. Mai 2026
um 18.30 Uhr
im Bezirksmuseum Leopoldstadt, Karmelitergasse 9/1. Stock, 1020 Wien
mit Claudia Kuretsidis-Haider (Stellvertretende Leiterin des DÖW und Abteilungsleiterin Historische Sammlungen) und Brigitte Ungar-Klein (Mitautorin des Sammelbands mit dem Beitrag „‚… und ab dann war ich aber eine Unperson‘. Jüdische ‚U-Boote‘ in Wiener Gemeindebauten 1938–1945“)
 
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

 

Das Buch „Licht, Luft und Schatten“ ist im gut sortierten Buchhandel sowie direkt beim Böhlau-Verlag erhältlich. Auf der Website des Verlags steht auch die Open-Access-Variante zum kostenlosen Download zur Verfügung.

 

 

<< alle Termine

Unterstützt von: