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Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes

„Die manipulierte Öffentlichkeit“

Symposium, 17. Oktober 2026

Antisemitische, rassistische, antiziganistische, rechtsextreme, antimuslimische, frauen- und queerfeindliche Inhalte verbreiten sich im Netz mit enormer Eigendynamik und verstärken Hass und Gewaltbereitschaft gegen Minderheiten. 68 Prozent der im Jahr 2024 von der Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien dokumentierten antisemitischen Vorfälle fielen in den digitalen Raum. Laut dem aktuellen Rechtsextremismusbericht des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes wurde im selben Jahr ein Viertel der rechtsextremistischen Delikte (nach dem Verbotsgesetz) im Internet begangen. Der Bericht warnt, dass die zunehmende Gewaltorientierung, Militarisierung und erfolgreiche Nachwuchsrekrutierung die neonazistische Bedrohungslage verschärfen – insbesondere für sichtbare Minderheiten wie People of Colour und queere Personen. 

Auch wenn Fake News kein neues Phänomen sind, werden sie heute vorsätzlich mit politischer Agenda verbreitet und treiben die Polarisierung voran. Durch KI-gestützte Bild und Videogenerierung bekommen sie in Form von  „Deepfakes“ eine neue, Qualität („Seeing is believing“). Zusätzliche Gefahren liegen in der niederschwelligen, ungefilterten Verbreitung im Netz. Zudem greifen Algorithmen in Kommunikationsprozesse ein, indem sie bestimmte Themen gewichten, extremistische Akteur*innen legitimieren und zugunsten homogener „Echokammern“ den demokratischen Meinungspluralismus ausblenden. Wer sich hier seine politische Meinung bildet, verliert den Bezug zu Gegenpositionen.

In dem zweitägigen Symposium „Die manipulierte Öffentlichkeit. Netz-Radikalisierung als Bedrohung für Demokratie und Minderheiten“ (16. &. 17. Oktober) der Initiative Minderheiten werden diese Themen von Expert*innen aus Wissenschaft, Journalismus, Erwachsenenbildung, zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Minderheitenmedien diskutiert. Am zweiten Tag diskutiert ab 10.00 Uhr im Panel „Minderheiten im Fokus – Dynamiken digitaler Hasskommunikation“ Bianca Kämpf vom DÖW mit Anastasia Lopez (BAIT) und Santino Stojka (HÖR, angefragt), Jessica Beer moderiert.

 

Das gesamte Programm findet sich hier bzw. als Download auf der rechten Seite.


Symposium „Die manipulierte Öffentlichkeit“
am 16.& 17. Oktober 2026
ab 18.30 Uhr (Freitag) bzw. 10.00 Uhr (Samstag)
im Depot (Breite Gasse 3, 1070 Wien)
Freier Eintritt

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Initiative Minderheiten und dem Depot

 

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