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Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes

„Selber schuld! Armut und die Leistungslüge“

Workshop, 21. April 2026

Die Armutskonferenz im Salzburger Bildungszentrum Sankt Virgil steht bei seiner 15. Auflage unter dem Motto „Selber schuld! Armut und die Leistungslüge“. Im Workshop „Niemals vergessen statt Brandmarkung als ‚Minderleister‘ & ‚Asoziale‘“ diskutiert Andreas Kranebitter mit Siegrid Fahrecker, Jürgen Heib, Waltraud Kannonier-Finster und Christine Sallinger über die Verfolgung von Menschen aus unteren Einkommensschichten im Nationalsozialismus.

 

Der Großteil der unter nationalsozialistischer Herrschaft als „asozial“ Verfolgten stammte aus der unteren Einkommensschicht. Unter „asozial“ fielen etwa Arbeitslose, Nichtsesshafte, Sozialleistungsbeziehende, Suchtkranke, Personen, die ihren Haushalt „nicht richtig führen konnten“, die von staatlichen Leistungen abhängig waren oder sich angeblich vor der Arbeit drückten. Als „asozial“ wurden auch Menschen verfolgt, die bettelten oder wohnungslos waren. Diese Moralisierung der Armut findet sich auch heute in Kommentaren und Postings, in der Politik und wird in Medien seitenweise vorgetragen. Die Mechanismen der Entwürdigung sind immer die gleichen. Die Workshop-Teilnehmer*innen sichten die Lage dazu im Austrofaschismus wie dann im Nationalsozialismus, diskutieren aktuelle Bezüge und bereiten ein Rahmenprogramm zur kommenden Ausstellung „Die Verleugneten“ vor.

 

Workshop „Niemals vergessen“

am 21. April

um 15.00 Uhr

im Konferenz- & Bildungszentrum St. Virgil, Salzburg (Ernst-Grein-Straße 14, 5026 Salzburg)

mit Jürgen Heib, Waltraud Kannonier-Finster, Andreas Kranebitter & Christine Sallinger

 

Die Teilnahme ist zu den Bedingungen der Armutskonferenz möglich, nähere Informationen finden sich hier

 

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