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Widerstand in Kapfenberg

Vortrag von Haimo Halbrainer in Kapfenberg (Stmk), 21. Oktober 2020

 

Zentren des Widerstands gegen den Nationalsozialismus befanden sich in der Obersteiermark, wo die organisierte Arbeiterbewegung und bewaffnete Gruppen der "Österreichischen Freiheitsfront" aktiv waren. Gegen diese Organisationen ging der NS-Staat mit Härte und Terror vor. Die Gestapo nahm mehrere Tausend Mitglieder und Unterstützer dieser Widerstandsgruppen fest und überstellte sie in Konzentrationslager oder übergab sie dem Volksgerichtshof, der hunderte SteirerInnen zum Tode verurteilte. Bevor diese hingerichtet wurden, durften sie noch einen letzten Brief schreiben. So schrieb etwa der am 10. Juli 1941 in Berlin-Plötzensee hingerichtete Kapfenberger Anton Buchalka seinen Eltern: "Von Weitem klingt so ein Todesurteil viel schrecklicher als es von der Nähe aussieht. Die eine Gewißheit mag für Euch und auch für alle übrigen Familienmitglieder maßgebend sein: Ich habe Euch nie Schande bereitet und kann auch heute noch jedem offen und ehrlich ins Auge sehen und bin mir keiner gemeinen Schuld bewußt, also braucht Ihr Euch meiner nicht zu schämen. Daß ich immer offen und ehrlich für die Arbeiter und für den Sozialismus eingetreten bin, ist meine einzige Schuld, die ich mir selber beimesse, für die ich aber auch immer mit meiner Freiheit bezahlt habe."

 

Neben einen Überblick über den Widerstand in Kapfenberg wird aus diesen Briefen gelesen und werden so einzelne Widerstandskämpfer mit ihren letzten Worten vorgestellt.

 

Heimo HALBRAINER (Historiker, Graz)

 

 

Veranstalter: Stadtgemeinde Kapfenberg und CLIO

 

Zeit:

Mittwoch, 21. Oktober 2020, 18.30 Uhr

 

Ort:

Kulturzentrum Kapfenberg, Mürzgasse 3, 8605 Kapfenberg

 

 

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