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"Wenn einmal die Saat aufgegangen, ..."

Letzte Briefe steirischer WiderstandskämpferInnen aus Todeszelle und KZ

Buchvorstellung / Lesung in Graz, 20. Mai 2019

 

Zwischen 1938 und 1945 wurden in der Steiermark über 20.000 Menschen aus politischen Gründen von der Gestapo verhaftet. Tausende kamen in Konzentrationslager oder wurden vor ein nationalsozialistisches Gericht gestellt und hingerichtet. Bevor sie hingerichtet wurden, durften sie noch einen letzten Brief schreiben. So beendete etwa am 6. Dezember 1942 der Grazer Architekt Herbert Eichholzer seinen Abschiedsbrief an den ehemaligen Sekretär der Sezession Graz, Gustav Scheiger, mit den Worten: "Wenn einmal die Saat aufgegangen, wenn unser damaliges Wollen sichtbare Früchte tragen wird, wenn das Verständnis für unsere Art auch da bei uns unten einmal anklingt, dann Gustav und Ihr anderen, denkt an Euren Herbert!" Eichholzers Brief ist einer von über 70 Briefen und Kassibern, in denen die zum Tode verurteilten WiderstandskämpferInnen Abschied von Familie und Freunden nehmen und ihnen nicht selten bis zuletzt Trost zusprechen.

 

 

Begrüßung: Caroline LIST (Präsidentin des Landesgerichtes für Strafsachen Graz)

 

Buchpräsentation: Heimo HALBRAINER (Historiker)

 

Lesung: August SCHMÖLZER (Schauspieler)

 

 

Veranstalter: CLIO, Arbeitsgemeinschaft der Opferverbände Steiermark und Landesgericht für Strafsachen Graz

 

Zeit:

Montag, 20. Mai 2019, 11.00 Uhr

 

Ort:

Landesgericht für Strafsachen Graz (Schwurgerichtssaal), Conrad von Hötzendorfstraße 41, 8010 Graz

 

Anmeldung:

e-mail office@clio-graz.net oder T 0316 / 32 80 34 (KZ-Verband)

 

 

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