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Vergessene Kosmopoliten: Das Schicksal europäischer Zirkusleute während des Nationalsozialismus

Seminar in Eisenstadt, 4./5. Oktober 2019

 

Die Veranstaltung mit internationalen Referenten ist Teil eines Forschungsprojektes an der Universität Helsinki, das u. a. von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft gefördert wird. Ausgehend von neuesten Forschungsergebnissen informieren die Referenten über Leben, Verfolgung, Tod und Überlebensstrategien von Zirkusleuten in Europa zur Zeit des Nationalsozialismus. Das Fortbildungsseminar steht all jenen offen, die für Zirkusgeschichte Interesse zeigen.

 

 

Zirkusse als Schutzräume?

 

Zirkusfamilien mit jüdischem, jenischem und/oder Sinti-und-Roma-Hintergrund waren von der nationalsozialistischen Verfolgung besonders betroffen, ohne dass ihr Schicksal nach 1945 größere Beachtung gefunden hätte. Gleiches gilt für die Tatsache, dass der Zirkus in vielen Fällen einen unikalen Schutzraum für die Verfolgten darstellen konnte. Im Rahmen des Seminars werden die Auswirkungen der NS-Politik im Bereich Artistik näher untersucht und an repräsentativen Fallbeispielen vorgestellt.

 

 

Theaterpädagogik & Performance der Projektgruppe CiNS - Circus im Nationalsozialismus

 

Im zweiten Teil des Seminars werden neue pädagogische Wege in der politischen Bildungsarbeit diskutiert: Durch das innovative Zusammenspiel von Forschung und artistischen Aktionen, wie Performance Acts und Stage Storytelling, sollen alternative Möglichkeiten der Bildungs- und Erinnerungsarbeit aufgezeigt werden. Unterstützt werden die Referenten dabei von der artistischen Projektgruppe Circus im Nationalsozialismus, die insbesondere durch ihre Performance über das Leben Irene Bentos, die als Artistin jüdischer Herkunft im Zirkus Althoff den Holocaust überlebte, bekannt geworden sind.

 

 

Veranstalter: Universität Helsinki, _erinnern.at_, PH Burgenland | Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Reisekosten und Unterkunft werden teilweise übernommen.

 

Zeit:

Freitag, 4. Oktober 2019, 14.00 bis 18.00 Uhr
und
Samstag, 5. Oktober 2019, 9.00 bis 13.00 Uhr

 

Ort:

Pädagogischen Hochschule Burgenland, Eisenstadt

 

Anmeldung bis 15. September 2019:

für LehrerInnen über die PH Burgenland
für andere Interessierte über den Projektleiter Malte Gasche, malte.gasche@helsinki.fi

 

 

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