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"... unmöglich, diesen Schrecken aufzuhalten"

Die medizinische Versorgung durch Häftlinge im Frauen-KZ Ravensbrück

Ausstellung bis 20. März 2020

 

Die SS verschleppte 120.000 Frauen aus 30 Ländern nach Ravensbrück, 80 km nördlich von Berlin. Hier war 1939–1945 das größte Frauenkonzentrationslager auf deutschem Gebiet.

 

Im Mittelpunkt der Wanderausstellung über das Krankenrevier im KZ Ravensbrück steht die Arbeit des medizinischen Häftlingspersonals im Frauenlager. Die SS hatte Häftlinge aus unterschiedlichen Ländern Ost- und Westeuropas als Ärztinnen und Pflegerinnen eingesetzt. Ihre Position als Funktionshäftlinge verlangte eine dauernde Gratwanderung zwischen den Befehlen der SS, ihren eigenen Überlebensinteressen und den Bedürfnissen der Kranken.

 

Was konnten sie tun? Was taten sie? Die meisten von ihnen versuchten, ohne ausreichende Medikamente und Verbandsmaterialien, kranken und verletzten Mithäftlingen zu helfen. Ihre Patientinnen beurteilten ihre Arbeit jedoch, wie die Berichte von Überlebenden dokumentieren, sehr unterschiedlich. Neben der Anerkennung ihres Einsatzes für die Mithäftlinge wurden sie u. a. auch für die Nichtbehandlung von Kranken, Selektionen und Tötungen mitverantwortlich gemacht.

 

Anhand von Fotos, Dokumenten, Zeichnungen und Schriftzeugnissen ehemaliger Revierarbeiterinnen und ihrer Patientinnen beleuchtet die Ausstellung Facetten des Lageralltags, in dem das Krankwerden oder Kranksein oftmals den ersten Schritt zum Sterben oder zur Vernichtung bedeutete.

 

Programm der Eröffnung und Rahmenprogramm >>

 

 

Ausstellungseröffnung:

Donnerstag, 17. Oktober 2019, 18.30 Uhr

 

Ausstellungsdauer:

18. Oktober 2019 bis 20. März 2020

 

Ort:

Fachbereichsbibliothek Zeitgeschichte, Campus der Universität Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1.12, 1090 Wien

 

 

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