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Lea Grundig im Exil – ein Tagebuch in Bildern 

Vortrag von Maria Heiner, 19. November 2019

 

Im Vortrag berichtet Maria Heiner an vielen Bildbeispielen von der rettenden und abenteuerlichen Flucht Lea Grundigs aus Nazideutschland, von der Katastrophe im Hafen von Haifa beim Untergang der Patria, vom Lager Atlit und ihrem Leben zwischen 1941 und 1948 in Haifa und Tel Aviv. Wir lernen Lea Grundig als Illustratorin von hebräischen Kinderbüchern im vorstaatlichen Israel kennen. In vielen Blattfolgen zeichnete sie den Leidensweg und den Widerstand der Juden in Europa während der Shoah. Menschen, die ihr begegneten, hielt sie in Porträts fest. Weiters zeichnete sie Landschaftsbilder und das Leben im Kibbuz. Die Abfolge der Zeichnungen ist wie ein Tagebuch in Bildern zu lesen.

 

 

Maria HEINER geboren 1937 in Döbeln, Sachsen; Studium der Humanmedizin in Leipzig und Dresden, Ärztin für Allgemeinmedizin, Promotion Dr. med., ärztliche Tätigkeit in verschiedenen Gesundheitseinrichtungen von Dresden, Studium der Gesundheitswissenschaften mit Magisterabschluss, MPH, seit 1963 Bekanntschaft und Freundschaft mit Lea Grundig, später ärztliche Betreuung der Künstlerin.

 

In den 1970er-Jahren Beginn der Sammeltätigkeit von Kunst der Moderne, 1974 bis 1977 Mitarbeit am Werkverzeichnis der Künstlerin, ab 2008 alleinige Arbeit am Werkverzeichnis. Seit 2010 Anlegen einer Sammlung erster hebräischer Kinder- und Jugendbücher, die Lea Grundig im Exil illustrierte. Kuratieren von Ausstellungen des graphischen Werkes von Hans und Lea Grundig aus eigener Sammlung.

 

 

Veranstalter: frauenAG der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (öge) und biografiA - Dokumentationsstelle Frauenforschung (IWK) in Kooperation mit der Theodor Kramer-Gesellschaft

 

Zeit:

Dienstag, 19. November 2019, 18.30 Uhr

 

Ort:

Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17, 1090 Wien

 

 

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