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Ende der Zeitzeugenschaft?

Ausstellung in Hohenems (Vlbg) bis 13. April 2020

 

Die Zeitzeugenschaft des Holocaust geht ihrem Ende entgegen. Nur noch wenige Überlebende der NS-Herrschaft können aus eigener Erfahrung sprechen – oder von jenen Menschen berichten, die im Holocaust ermordet wurden. Was bleibt, sind literarische Zeugnisse und unzählige Videointerviews der Überlebenden – sowie die Frage danach, wie wir in Zukunft mit dieser Erbschaft umgehen wollen. Grund genug, den Blick auf die Geschichte der Zeitzeugenschaft zu richten, die komplexe Beziehung zwischen Zeitzeuge und Interviewer, Medium und Gesellschaft zu erkunden.

 

Dabei steht die Erinnerung an die Shoah, wie sie in Interviews und Aufnahmen von öffentlichen Auftritten der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen überliefert ist, im Fokus. Sie wird zur Erzählung – einem Trauma abgerungen und zugleich das Produkt von Beziehungen und Interessen, abhängig von ihrem jeweiligen Kontext in Politik und Gesellschaft, vor Gericht oder Schulklassen, für die Forschung, das Fernsehen oder Kino.

 

Die Ausstellung Ende der Zeitzeugenschaft? hinterfragt die "Gemachtheit" der Zeitzeugeninterviews und ihre gesellschaftliche Rolle seit 1945; und gibt Einblicke in die Video-Sammlung des Jüdischen Museums Hohenems, in Interviews die bislang nie gezeigt wurden.

 

 

Programm der Eröffnung

 

Begrüßung
Hanno LOEWY – Jüdisches Museum Hohenems
Dieter EGGER – Bürgermeister der Stadt Hohenems
Jörg SKRIEBELEIT – KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Sonja BEGALKE – Stiftung EVZ

 

Eröffnungsrede

Michael KÖHLMEIER – Schriftsteller, Hohenems

 

Worte zur Ausstellung

Anika REICHWALD – Kuratorin, Jüdisches Museum Hohenems

 

 

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in Zusammenarbeit mit der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" (EVZ)

 

Ausstellungseröffnung:

Sonntag, 10. November 2019, 11.00 Uhr

 

Ausstellungsdauer:

10. November 2019 bis 13. April 2020
Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr und an Feiertagen

 

Ort:

Eröffnung: Salomon Sulzer Saal, Schweizer Straße 21, 6845 Hohenems
Ausstellung: Jüdisches Museum Hohenems, Villa Heimann-Rosenthal, Schweizer Straße 5, 6845 Hohenems

 

 

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