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80 Jahre Deportationen Wien - Riga

Ausstellung bis 30. November 2021

 

Heuer jährt sich der Beginn der Deportationen nach Riga (Lettland), damals ein Teil des "Reichskommissariats Ostland", zum 80. Mal. Im Zeitraum von Dezember 1941 bis Februar 1942 wurden ca. 4200 Jüdinnen und Juden vom Aspangbahnhof in Wien in das Ghetto nach Riga deportiert. Aufgrund der furchtbaren Lebensbedingungen stieg die Sterblichkeitsrate der im Ghetto internierten Opfer insbesondere bei geschwächten Menschen, vor allem aber bei älteren Personen und Kindern stark an.

 

Als im Februar 1942 der letzte von Wien nach Riga gesandte Transport eintraf, wurden beim Empfang am Bahnhof Skirotava jenen Menschen, denen der kilometerlange Fußmarsch zum Ghetto zu beschwerlich erschien, Lastkraftwagen – getarnte "Gaswagen" – zur Fahrt ins Ghetto angeboten. Von den 1000 aus Wien Deportierten erreichten nur 300 Personen das Ghetto zu Fuß.

 

Insgesamt überlebten ca. 100 österreichische Jüdinnen und Juden das Ghetto, die Zwangsarbeit bzw. die danach folgenden Einweisungen in diverse Konzentrationslager.

 

Die Ausstellung, die in weiterer Folge auch in Riga gezeigt werden soll, wird am 15. Oktober u. a. im Beisein von Bürgermeister Michael Ludwig und des Vorstandsvorsitzenden der ÖBB Andreas Matthä eröffnet.

 

 

Ein Projekt der Stadt Wien/Gruppe Europa und Internationales in Kooperation mit den Österreichischen Bundesbahnen und dem Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus

Kuratorin: Milli Segal | Wissenschaftliche Mitarbeit: Brigitte Bailer-Galanda

 

Zeit:

15. Oktober bis 30. November 2021

 

Ort:

Hauptbahnhof, 1100 Wien

 

 

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