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1000-jährige Bibliothek – die Sprache prüfen

Ausstellung Hannes Priesch

Ausstellung bis 28. Februar 2019

 

Mit einer Gesamtauflage von 12,4 Millionen ist Hitlers Mein Kampf bis heute das meistverkaufte Autorenbuch deutscher Sprache. Tabuisierung und Verbot dieser Propagandaschrift nach dem Zweiten Weltkrieg haben nicht den erwünschten Effekt gezeigt, nämlich den Geist in der Flasche sicher zu verwahren und von der Allgemeinheit fernzuhalten. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade im Erinnerungsjahr 2018 wird sichtbar, wie neonationalistische Ausgrenzungsbewegungen, Rassismus und menschenhassende Rhetorik an Massentauglichkeit gewinnen.  

 

Diesen Umstand greift der bildende Künstler Hannes Priesch mit seinem Projekt 1000-jährige Bibliothek auf. Er vervielfältigt Textauszüge aus Mein Kampf mittels Handsiebdruck und stellt daraus Buchobjekte her, welche in Form einer Installation präsentiert werden. Diese Bücher können von den BesucherInnen in die Hand genommen und gelesen werden.  

 

Der tabuisierte Gegenstand Mein Kampf wird in neuer Weise Material zur Untersuchung und Reflexion. Die semiotische Referenzveränderung erleichtert es, die von Hitler verwendete Sprache zu studieren und sensibilisiert zu werden für die Sprache totalitärer Tendenzen und menschenverachtender politischer Strategien in Vergangenheit und Gegenwart.

 

 

Eine Kooperation von: Institut für Politikwissenschaft, Universität Wien Institut für Staatswissenschaft, Universität Wien Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien Universitätsbibliothek Wien

 

Eröffnung:

Mittwoch, 14. November 2018, 18.00 Uhr

 

Ausstellungsdauer:

14. November 2018 bis 28. Februar 2019

 

Ort:

Fachbereichsbibliothek Soziologie und Politikwissenschaft, Rooseveltplatz 2, Erdgeschoß, 1090 Wien

 

 

 

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