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Gedenkkomplex Judenplatz Ort des Lernens - Ort der Erinnerung Als am 25. Oktober 2000 die Holocaust-Gedenkstätte auf dem Wiener Judenplatz feierlich eröffnet wurde, war dies auch der Abschluss einer erfolgreichen Kooperation des Historischen Museums der Stadt Wien, des Jüdischen Museums der Stadt Wien und des DÖW. Schon bei den ersten Planungen zur Errichtung eines Mahnmals für die österreichischen Opfer der Shoah kristallisierte sich heraus, dass dadurch ein Informationsbedarf geschaffen würde - und somit gleichermaßen die Verpflichtung wie die Chance, die historischen Fakten der Shoah umfassend, allgemein verständlich und wissenschaftlich seriös einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diesem Informationsbedarf wird nun in Form eines vom DÖW gestalteten Informationsraums im neuen Museum Judenplatz Rechnung getragen. Dort können BesucherInnen die (vorläufigen) Ergebnisse des Projekts "Namentliche Erfassung der österreichischen Holocaustopfer", des bislang größten Forschungsvorhabens des DÖW, auf PCs abrufen: rund 61.000 Opfer sind in einer Datenbank mit Namen, Geburtsdatum, letztem Wohnort und Deportationsziel vermerkt, bei rund einem Drittel ist derzeit auch das Datum des Todes angegeben. Ziel ist die Erfassung aller - mehr als 65.000 - österreichischen Holocaustopfer. Ebenfalls von MitarbeiterInnen des DÖW wurde die multimediale Dokumentation "Die Ermordung der österreichischen Juden 1938-1945" erstellt, die über die Orte, an denen österreichische Juden ermordet wurden, sowie über die Mechanismen und historischen Wurzeln, die den Genozid ermöglichten, informiert. Eine gekürzte schriftliche Version dieser Multimediadokumentation ist im ersten Band der zum Projekt Judenplatz erschienenen Kataloge (Judenplatz. Ort der Erinnerung, hrsg. v. Gerhard Milchram im Auftrag des Jüdischen Museums der Stadt Wien) enthalten. weiter » |
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