Neues von rechts zu Jägerstätter


Mitteilungen 183

Als "bedauernswertes Opfer seines irrenden Gewissens und der äußeren Umstände seiner Zeit, das heute - zum Teil in peinlich berührender Weise - politisch instrumentalisiert wird", charakterisiert Siegfried Lochner, Militärsuperior an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt, in Mölzers Wochenblatt Zur Zeit Jägerstätter und stellt fest, dass "der Jägerstätterkult eine gemachte und importierte Sache ist". Weiter weiß er: "Jägerstätter musste ja nicht sterben, weil er einen Befehl verweigerte, der gegen göttliches Recht verstoßen hätte, ja nicht einmal, weil er bloß den Dienst mit der Waffe verweigerte, sondern weil er grundsätzlich nicht an einem Krieg teilnehmen wollte, der seit der Forderung nach bedingungsloser Kapitulation durch die Alliierten im Jahre 1943 von vielen als nunmehr gerechter Verteidigungskrieg angesehen wurde." (Zur Zeit 21-22/2007, S. 4)

Die Frage nach den "Machern" des "Jägerstätterkults" beantwortet Johannes Auer einige Wochen später ebenfalls in Zur Zeit: "Die 'Mächtigen', denen die Seligsprechung des Jägerstätter ein Dienst ist, sind uns bekannt. Es sind all jene, die man zum 'antifaschistischen Milieu' zählen kann. Es sind jene verlogenen Linken und jene heuchlerischen Gutmenschen, die die Jagd auf alles gnadenlos beginnen, was nicht links ist." (Johannes Auer, Durchgefallen beim Gesinnungs-TÜV, Zur Zeit 27/2007, S. 24)

Eine ähnliche Argumentation findet sich in der Aula, der Neuen Ordnung und ähnlichen Periodika, die auch Einschaltungen für eine Unterschriftenaktion des Personenkomitees Soldaten sagen "Nein" zu Jägerstätters Seligsprechung veröffentlichen.

Etwas origineller outet Fred Duswald Jägerstätter in der Aula als "Provokateur":

"Der Kleinlandwirt [...] hatte im Februar 1943 gegen den Willen seiner Familie und gegen der Rat der hochwürdigen Geistlichkeit den Wehrdienst verweigert, um ein Todesurteil wegen Wehrkraftzersetzung zu provozieren. Als Verurteilter lehnte er es ab, sein Leben durch Widerruf der Verweigerung zum Wohle seiner Familie zu retten. Der starrsinnige Fanatiker verwitwete [sic!] seine brave Frau und machte drei kleine Kinder vaterlos.
Um den Tod des armen Teufels auszubeuten, leiteten zeitgeistliche Kreise 1997 ein Verfahren zur Seligsprechung ein. Diese steht jedoch quer zur Lehre. Der Verstoß gegen Gebote Gottes wird ebenso gutgeheißen wie der vom 'Diener Gottes' gegen das nach seinen Worten 'hauptschuldtragendste' deutsche Volk geschleuderte Kollektivschuldvorwurf. Die einstigen Bischöfe, die zum militärischen Gehorsam ermahnt haben, werden posthum ins Unrecht gesetzt, die Masse katholischer Soldaten, die ihnen gehorcht haben, kollektiv zurückgesetzt, die Hinterbliebenen der Gefallenen in ihrer Trauer gekränkt." (Fred Duswald, FLAK-Helfer Benedikt benediziert Wehrdienstverweigerer, Die Aula. Das Freiheitliche Magazin, Juli/August 2007, S. 10)

Während Jägerstätter trotz "Provokation" noch als "armer Teufel" durchgehen mag, wird der Stil der Aula wenige Seiten weiter mit Bezug zu noch lebenden Deserteuren doch um einiges direkter, wenn die Autorin Brynhild Amann dort bemängelt: "... die gesetzliche und sozialrechtliche Anerkennung der Rückgratlosen ist ohnehin längst Alltag". Ihr kommt auch das zweifelhafte Verdienst zu, am deutlichsten zu benennen, was wohl der Endzweck solchen schändlichen Tuns ist:

"Die völlige Zerstörung jenes Volkes, das über Jahrtausende das Abendland geprägt hat, wird von seinen kümmerlichen Nachfahren in vorauseilendem Gehorsam selbst besorgt. In krankhaft anmutender Demutshaltung wird Deviantem Tür und Tor geöffnet und in die Gesetze der Evolution eingegriffen: Mittels alttestamentarischer Hasstiraden und Verblendungstaktiken wird den Deutschen hüben wie drüben jener primäre Grundinstinkt ausgetrieben, der einer Gattung überhaupt erst das Überdauern in den Wirrnissen der Jahrmillionen ermöglichte - nämlich die Selbstverteidigung im Überlebenskampf.
Befremdlich? Keineswegs - schließlich soll die Umvolkung bis 2015 abgeschlossen sein." (Brynhild Amann, Selig die Armen im Geist, Die Aula. Das Freiheitliche Magazin, Juli/August 2007, S. 14)


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