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Graz 1938: Propaganda und Inszenierung

Rundgang in Graz, 11. März 2018

 

In der Nacht vom 11. auf den 12. März 1938 übernahmen die Nazis die Macht in Österreich. Während Juden und politische Gegner misshandelt und festgenommen wurden, lief parallel dazu eine bislang nicht gekannte Propagandamaschinerie an. Um für die "Volksabstimmung" am 10. April 1938 über den bereits vollzogenen "Anschluss" Stimmung zu machen, gab es öffentliche Ausspeisungen, durchkonzipierte Häuserbeflaggungen usw. Zudem kamen führende Nationalsozialisten nach Graz und versprachen den Arbeitslosen sofortige Aufnahme in Industriebetrieben. Diese Masseninszenierungen setzten sich über den 1. Mai 1938 ("Tag der deutschen Arbeit") und den 25. Juli 1938 in Erinnerung an die Juliputschisten 1934 fort. Dabei wurden u. a. Straßen und Plätze nach den Gefallenen des Putsches benannt und die Stadt Graz erhielt für ihren Einsatz für den Nationalsozialismus vor 1938 den "Ehrentitel" "Stadt der Volkserhebung". Eine zentrale Rolle im Rahmen dieser Propagandainszenierungen kam dabei dem Gebiet zwischen Herrengasse, Eisernes Tor bis zur Grazer Messe zu.

 

Der Rundgang finden im Rahmen von "Demokratie-Rundgängen COMRADE CONRADE" zur Conrad-von-Hötzendorfstraße statt.

 

Heimo HALBRAINER (Historiker, Graz)

 

 

Eine Veranstaltung von CLIO

 

Zeit:

Sonntag, 11. März 2018, 11.00 Uhr

 

Treffpunkt:

Eisernes Tor (Mariensäule)

 

 

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