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Gerda Eisler: Eine Jugend in Graz und Tel Aviv

Buchvorstellung / Gespräch in Graz, 26. Juni 2017

 

Lesung und Gespräch: Inga FISCHER und Gerda EISLER

 

 

"Palästina ist herrlich, so schön und warm und so viel Sonne. Kommt schnell nach." Diese Zeilen schreibt Gerda Eislers Vater, Heinrich Engel, kurz nach seiner Ankunft in Tel Aviv an seine Familie in Graz.

 

Also brechen die Mutter Rosa Engel und die Kinder Gerda und Alfred 1933 ebenfalls nach Tel Aviv auf, wo sich die Familie nach finanziellen Schwierigkeiten ein neues Leben aufbauen will. Schneller als ihre Eltern findet sich Gerda in dem fremden Land zurecht, besucht die Schule und lernt Hebräisch. Als 1936 der arabische Aufstand beginnt, fürchtet die Familie um ihre Sicherheit und kehrt kurz vor der Machtübernahme der Nazis nach Graz zurück. Von den Nationalsozialisten zur Ausreise gezwungen, flieht die Familie 1939 erneut nach Palästina. Andere Teile der Familie retten sich in die USA, nach Schweden oder Großbritannien. Einige Familienmitglieder jedoch wollen oder können Graz nicht verlassen und werden in die Vernichtungslager deportiert.

 

In Palästina heiratet Gerda einen Grazer, dient im Unabhängigkeitskrieg und beginnt ein neues Leben, ehe sie mit ihrem Mann 1969 nach Deutschland zieht. Immer wieder kehrt sie in den folgenden Jahren nach Graz und Tel Aviv zurück, zwei Orte, die ganz wesentlich ihr Leben bestimmt haben.

 

 

Eine Veranstaltung von CLIO

 

Zeit:

Montag, 26. Juni 2017, 19.00 Uhr

 

Ort:

GrazMuseum, Sackstraße 18, 8010 Graz

 

 

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