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Die Transformation der Stadt Wien 1938–1945

Vortrag von Ingrid Holzschuh, 13. Dezember 2017

 

Mit dem Einmarsch Hitlers und der Ausschmückung der Stadt für die Volksabstimmung am 10. April 1938 beginnt in Wien die räumliche Besetzung des Stadtraumes durch die neuen Machthaber. Temporäre Bauten werden von Architekten geplant und mit Einbeziehung der Bevölkerung errichtet. In nur wenigen Tagen transformiert die Stadt zum Bühnenraum des NS-Propagandaapparates. Die Planer gehen unmittelbar nach Abbau der Festarchitekturen daran, für die Stadt ein dem Nationalsozialismus "gerechtes" Stadtbild zu entwerfen. Bis 1942 entstehen so eine Vielzahl an Großprojekten zur Neugestaltung von Wien, die jedoch durch den Krieg und den damit bedingten Einschränkungen im Projektstadium stecken bleiben und schließlich ganz eingestellt werden. Der immer näher rückende Luftkrieg verlangt die Planung von Schutz- und Abwehrbauten und ab nun prägen die Großbaustellen der Flaktürme und Luftschutzbauten das Stadtbild. Nach 1945 verschwinden wieder viele dieser Bauten bzw. rücken als Erbe der NS-Diktatur heute immer mehr aus der Wahrnehmung der StadtbewohnerInnen.

 

Ingrid HOLZSCHUH, freie Kunst- und Architekturhistorikerin, Wien

 

 

Eintritt frei!

Im Rahmen der Bildungsprogramms Geh Denken! des Vereins GEDENKDIENST, Wintersemester 2017/2018: Nationalsozialismus > < Wien

 

Zeit:

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 19.00 Uhr

 

Ort:

Depot - Raum für Kunst und Diskussion, Breite Gasse 3, 1070 Wien

 

 

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