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"Asozialität" und politische Bildung

Kontinuitäten der Stigmatisierung von vermeintlich "Leistungsunwilligen"

Veranstaltungsreihe bis 16. Jänner 2020

 

Ausgangspunkt der Vortragsreihe ist die nationalsozialistische Verfolgung von Menschen, die als "Asoziale" stigmatisiert wurden. Anhand dieses Referenzrahmens soll den Kontinuitäten dieser Stigmatisierung in aktuellen Diskursen über und Bildern von "Asozialität", "Arbeitsscheu" oder "amoralischem Lebenswandel" nachgegangen werden. Dass damit verbundene (Ausgrenzungs-)Absichten bis heute nicht an Wirkmächtigkeit verloren haben, hat nicht zuletzt mit der mangelnden gesellschaftlichen Auseinandersetzung und Aufarbeitung der Geschichte dieser Opfergruppe zu tun. Vor diesem Hintergrund soll in der Vortragsreihe der Frage nachgegangen werden, inwiefern in den aktuellen Diskursen über Bettelei, "Sozialmissbrauch" / "SozialschmarotzerInnentum" im Nationalsozialismus geschaffene Bilder bis heute fortwirken und welchen Beitrag politische Bildung zur Bearbeitung selbiger leisten könnte.

 

 

Programmübersicht

 

10. 10. 2019
Julia HÖRATH: "Asoziale" und "Berufsverbrecher" in den Konzentrationslagern 1933 bis 1938

Anschließend: Podiumsdiskussion mit Julia HÖRATH, Sylvia KÖCHL und Andreas KRANEBITTER

 

24. 10. 2019
Helga AMESBERGER / Brigitte HALBMAYR: Verfolgung von Frauen als "Asoziale" während des Nationalsozialismus und Kontinuitäten der Ausgrenzung nach 1945

 

7. 11. 2019
Markus RHEINDORF: Diskurse der Abwertung. Diskursanalytische Perspektiven zur österreichischen Politik

 

14. 11. 2019
Ferdinand KOLLER: "Schulterschluss gegen kriminelle Bettler-Banden". Antiziganistische Diskurse in Österreich

 

21. 11. 2019
Ulli GLADIK – Filmvorführung von Natasha. Porträt einer bulgariischen Bettlerin und Gespräch

 

5. 12. 2019
Heike RODE – Filmvorführung von ... dass das heute noch immer so ist – Kontinuitäten der Ausgrenzung und Vortrag über Möglichkeiten in der antidiskriminierenden Bildungsarbeit

 

12. 12. 2019
Elke RAJAL: "Asozialität" als Thema der politischen Bildung – Möglichkeiten der didaktischen Umsetzung

 

9. 1. 2020
Judith GOETZ: "Wer nicht arbeitet, soll nicht ..." – Sozialdarwinismus, Klassismus und Rechtsextremismus

 

16. 1. 2020
Susanne GERULL: Obdachlosenfeindlichkeit. Von gesellschaftlicher Stigmatisierung bis zur Hasskriminalität

 

 

Weitere Informationen zum Programm >>

 

 

Die Reihe ist öffentlich zugängig.

 

Zeit:

jeweils Donnerstag, 16.45 Uhr (pünktlich)

 

Ort:

Universität Wien, Seminarraum 5, 1. UG, Währingerstraße 29, 1090 Wien

 

 

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